Der Geist des TuS

Die letzten drei Wochen der Saison hätten viele Überschriften verdient gehabt. Zum Beispiel:
„TuS verliert Entscheidungsspiel“,
„Neue Hoffnung für den TuS“,
„Zweite Chancen sind da, um genutzt zu werden“,
„Hamburg, Mainz oder Bayreuth, Hauptsache Godelheim“,
„Alte Bekannte, Originalteile“,
„Team wächst über sich hinaus“,
„Einmal Klietz und zurück“ oder oder oder...

 

Aber ein Begriff war in den letzten Wochen immer wieder zu hören und stand für all das Verrückte was rund um den TuS Godelheim passierte - „Der Geist des TuS“. Was damit gemeint ist? Dafür müssen wir gut einen Monat zurückgehen, bis zum 10.Juni, dem letzten Spieltag der B-Liga Saison 2016/2017.

 

Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den SV 30 Bergheim war wie folgt. Der TuS Godelheim stand mit 27 Punkten auf Platz 14. Der SV Bergheim mit 29 Punkten auf dem 13. Platz, der den Klassenerhalt bedeutete. So musste die Lammert-Elf unbedingt gewinnen. Nach einer guten ersten Halbzeit in Bergheim, in der man hätte ein Tor schießen können/müssen, geriet die Mannschaft kurz nach der Pause durch einen Standard in Rückstand. Der Schock saß so tief, dass sich die Spieler nicht mehr davon erholen sollten und noch das 2. Gegentor kassierten. Spätestens danach brach das komplette Spiel der Godelheimer zusammen und mit der hektischen Brechstange kam man nicht zum Erfolg. Aus und vorbei der TuS war abgestiegen!

 

Der Samstagabend verstrich, der Sonntag und auch der Montag. Die Gemütslage war aufgrund des Abstiegs in die C-Liga noch im Keller, da drang allmählich das Gerücht durch, dass es weitere Relegationsspiele für die Godelheimer geben könnte. Da der TuS Willebadessen II als C-Liga Aufsteiger zurückzog, sollte der TuS nun in einer B-Liga Relegation gegen den 14. Südligisten SG Diemel-Süd spielen und somit einen Gegner für ein finales Entscheidungsspiel gegen den 2. der C-Liga Relegation der Zweitplatzierten ermitteln. Hört sich kompliziert an? Ist es auf den ersten Blick auch, auf den zweiten Blick ganz einfach. Der TuS brauchte zwei Siege um die Saison doch noch zu retten. Sollte eines der Spiele verloren werden, wäre es das endgültig. So machten sich die Spieler anstatt in den Sommerurlaub zurück auf den Trainingsplatz, um die zweite Chance zu nutzen.

 

Im ersten Relegationsspiel in Niesen erwartete den TuS eine kampfstarke und robuste Mannschaft aus Diemel-Süd. Mit dem Ziel um den Aufstieg mitzuspielen, fand sich die SG am Ende auf einem Abstiegsplatz wieder und wollte nun auch nach dem letzten Strohhalm greifen. Beide Teams wussten nichts voneinander und so begann eine fußballerisch schwache Partie. Doch die fast 300 Zuschauer, von denen ein Großteil es mit den Schwarz-Weißen hielt, sahen einen aufopfernden Kampf beider Teams. Der TuS Godelheim musste viel einstecken. Aber die Spieler hielten dagegen und kauften Stück für Stück ihrem Gegner den Schneid ab. Kurz vor der Pause ging der TuS sogar mit 1:0 durch Sera Derya in Führung (41.). Letzte Woche kalt erwischt nach der Pause, legte man das Gegenstück dazu auf. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Tewes auf 2:0 nach einem Eckball (46.). Doch der TuS wäre nicht der TuS, wenn es nicht noch spannend gemacht werden würde. Nach einem umstrittenen Anschlusstor in der 62. Minute, glich der Gegner mit dem Doppelschlag aus (63.). Doch die Mannschaft ließ sich nicht von ihrem Plan abbringen und ging prompt mit 3:2 (66.) erneut in Front. Die Probleme auf Godelheimer Seite wurden größer. Erst musste Kapitän Daniel Kannenberg mit einer starken Rückenprellung hinaus, dann dezimierten sich die Nethekicker nach einer unnötigen Aktion von Derya selbst. 3:2, Kapitän von Bord, ein Mann weniger und noch 25 Minuten zu gehen… Die Mannschaft wuchs über sich hinaus und vor allem Marvin Beck drehte in den verbleibenden Minuten nochmals richtig auf. Mit den Treffern zum 4:2 und 5:2 sorgte er mit einem lupenreinen Hattrick für die Entscheidung. Das Endergebnis war dann 5:3, doch der TuS hatte sich für das entscheidende Duell mit einem C-Ligisten qualifiziert. Auf der anderen Seite hängende Köpfe bei der SG, die innerhalb von 7 Tagen nun zweimal abgestiegen war – So grausam kann Fußball sein.

 

 

 

Den Donnerstag ermittelte sich mit dem VfL Langeland dann in einem weiteren Relegationsspiel der Gegner im entscheidenden Entscheidungsspiel. Zu Gast waren die Mannschaften in Gehrden. Eine super Anlage, der Rasen jedoch konnte nicht mit Niesen, deren rasen fast Bundesligaqualität aufwies, mitthalten. Doch dies sollte am Ende nicht ausschlaggebend sein. Wie die Woche zuvor ging man blind in das Spiel, da man den Gegner nicht kannte. Anders wie letzte Woche kam der VfL Langeland, mit viel Selbstvertrauen nach einer starken Saison, besser in die Partie. Jedoch ohne zählbares herauszuspielen. Mitte der ersten Hälfte übernahm der (noch) B-Ligist aus Godelheim dann die Kontrolle und hatte das Spiel im Griff. Unerklärlich wie das die letzten 10 Minuten der Halbzeit ablaufen konnten. Passiv und träge überließ man die Initiative den Gelb-Schwarzen aus Langeland. Der Gegentreffer kurz vor der Pause die logische Konsequenz aus der Passivität.
Mit neuem Mut aus der Pause, kam der TUS gut ins Spiel zurück. Erst ein Freistoß der gerade so pariert werden konnte dann kurze Zeit der Ausgleich. Kannenberg auf Beck, der mit dem schnellen Abschluss. Der Schuss wurde vom Keeper nach vorne abgeklatscht und Schoepke stand goldrichtig und staubte ab, 1:1 (60.). Nun war der TuS Godelheim überlegen und musste nur noch zweimal im gesamten Spiel zittern. Denn Markus Groppe musste kurz nach dem Ausgleich sein ganzes Können aufweisen, um einen Schuss knapp unterhalb der Latte herauszukratzen, unglaubliche Aktion! Danach war ein Godelheimer Eigengewächs mit der Szene des Spiels dran. Michel Nowinski gab am Strafraumeck nicht nach, eroberte den eigentlich verlorenen Ball zurück und legte auf Beck zurück. Der schoss das Leder aus kurzer Distanz ins Tor, 2:1 (67.). Die Szene des Spiels, denn danach war der VfL am Boden und kam nicht mehr zurück. Fünf Minuten vor dem Ende dann die Entscheidung. Wie aus einem Hollywood-Drehbuch markierte Kapitän Daniel Kannenberg höchstpersönlich nach Freistoßvorlage per Kopf die Entscheidung (85.). 3:1, der Jubel kannte keine Grenzen!

 

Der TuS hatte es doch noch geschafft. 15 Tage nach dem Abstieg nutzte die Mannschaft ihre zweite Chance und schlug in beiden Relegationsspielen die Gegner. Die zahlriechen Fans, die schon in den 15 Tagen zuvor, sowohl in Bergheim als auch in Niesen für ordentlich Unterstützung sorgten, feierten mit den Spielern.
Unglaubliche Dinge sind in diesen 15 Tagen rund um den TuS passiert sind. Zum Spiel in Bergheim kommt Ersatztorwart Marco Niewiera aus Bayreuth, Rafael Gerdemann aus Mainz, Einhundert Fans, auch viele Gegenspieler aus der vergangenen Saison unterstützten die Mannschaft.
Als dann das erste Entscheidungsspiel anstand, stößt Marcel Pesa für die beiden Spiele zu der Mannschaft dazu. Die Frauen der Ottberger Damenmannschaft reisen zahlreich an und sorgen für ein Heimspiel in Niesen. „Die gucken sich lieber uns an, als ihre eigene Herrenmannschaft!“, spornte Kannenberg die Spieler vor dem letzten Spiel an. Für das letzte Spiel reiste wieder Gerdemann aus Mainz an, Schoepke extra in seiner Klausurenphase aus Hamburg, Elsner aus Wolfsburg, die Ottberger Damen wieder am Spielfeldrand und und und.

An dieser Stelle nimmt sich der Verfasser das Recht heraus einen Kommentar zu schreiben:

„Beindruckend, Phänomenal, Unglaublich oder wie unser Kapitän zu sagen pflegt HERVORRAGEND! Es gibt nicht genug Superlativen für die letzten Tage. Die härteste Saison, körperlich wie auch mental hat doch noch einmal ein gutes Ende genommen. So oder so, in der B- oder der C-Liga, es wäre weitergegangen. Ein sportlicher Erfolg keine Frage, jedoch deutlich im Schatten zudem was drum herum passiert ist.
Die Spieler, die Verantwortlichen und alle Fans lieben diesen Verein. Das ist noch nichts Verwunderliches und trifft auf so gut wie jeden Verein zu. Doch was diesen kleinen Verein aus Godelheim so besonders macht ist ein ganz spezieller Spirit, der nun auch einen offiziellen Namen hat – Der Geist des TuS! Eine familiäre Herzlichkeit die nur schwer zu beschreiben ist, wenn man sie nicht schon selbst erlebt hat. Da reisen Gegenspieler aus der vergangenen Saison an und fiebern mit, weil sich die Mannschaft einen fabelhaften Ruf und viel Respekt aufgebaut hat. Da reisen Mitspieler aus den entlegensten Orten an, um alles für ihren Verein und die Mannschaft zu geben. Arbeit, wichtige Klausuren oder der ganze Stress sind zweitrangig. Da reisen Fans aus dem rivalisierenden Dorf an und machen die beiden Entscheidungsspiele zu lautstarken Heimspielen, weil die Mannschaft selbst dort große Sympathien hat. Nicht zu vergessen all die Ehemaligen, der Vorstand oder auch einfach Familien der Spieler die jede Minute mitgefiebert haben. Ich bin unheimlich Stolz in dieser Mannschaft, in diesem Verein zu spielen. Denn wenn es wieder einmal eng werden sollte oder ein Problem auftritt weiß ich, auf meine Mitspieler, auf die Fans, auf meinen TuS ist Verlass!"

 

Dieser Verein ist nicht der Erfolgreichste oder Größte, geschweige denn der mit den schönsten Kabinen – Dieser Verein ist Familie.

 

 

Kamp.Leidenschaft.Wille – Alles für den TuS

 


Moral reicht nicht allein

Ein Tag an dem Fußball nur Nebensache war. Mit Josef Pürschel verstarb am gestrigen Samstag Mr. Sportkreis. Er wurde 61 Jahre alt. Über 25 Jahre war er als Funktionär für die Geschicke im Kreis zuständig.

Der TuS trauert um einen tollen Menschen und das Gesicht des Fußballkreises Höxter – Ruhe in Frieden.

Fußball wurde trotzdem gespielt und der TuS musste nach Lüchtringen reisen. Ein extrem heimstarkes Team, welches sich vor der Saison sicherlich mehr als nur Platz 6 ausgerechnet hatte. Für die Lammert-Elf geht es um jeden Punkt im Abstiegskampf und so wollte man trotz der zahlreichen Ausfälle dennoch etwas Zählbares aus dem Sollingstadion mitnehmen…

Die Partie hatte noch nicht richtig begonnen, da viel schon das erste Tor. Letzte Woche noch mit einem Blitzstart, sahen sich die Schwarz-Weißen schnell einem Rückstand hinterherlaufen. Wie in den vergangenen Spielen war die Aktion eigentlich schon bereinigt, ehe ein Totalausfall zum Gegentor führte. (5.) Doch der TuS Godelheim ließ sich nicht davon unterkriegen und wusste schnell die Antwort. Denn in der 10. Minute kam der Ausgleichstreffer. Schnell ausgeführter Freistoß von Eike Kannenberg aus der Zentrale. Topvorlagengeber Jonas Schoepke war gestartet und spielte den Ball perfekt flach auf den Elfmeterpunkt, wo Marvin Beck stand und zum gekonnt 1:1 einnetzte. 1:1 (10.) Es war ein Spiel mit absolut offenen Visier, indem hüben wie drüben es Torchancen regnete. Dabei sahen beide Defensivverbände ein ums andere Mal nicht gut aus. So schlug der TuS Godelheim sich wieder einmal selbst und lud den Gegner zum Tore schießen ein. Ein Abstimmungsfehler zwischen Elsner und Groppe führte dann zum 2:1 für die Hausherren. 1:2! (17.) Aber kein Grund die Köpfe in den Sand, heute eher matschigen Boden zu stecken. Die Schwarz-Weißen machten weiter, gingen mutig drauf und wurden belohnt. Toller Ball von Beck auf Schoepke, die beide eine ausgezeichnete Partie machten. Schoepke von halb rechts, ließ dem Torwart mit seinem Dropkick in den Winkel keine Chance. 2:2! (22.) Spätestens nach dem 2:2 hatte der TuS mehr vom Spiel und hätte in der Folge durch Lammert oder Beck in Führung gehen können. Doch das Tor viel wieder auf der anderen Seite. Ball an der Außenlinie gesichert, doch nicht. Flanke, am langen Pfosten steht der Stürmer, 2:3! (39.) Wieder ein individueller Fehler der das Team zum 3. Mal ins Hintertreffen brachte. Absolut unnötig, da man bis dato eine wirklich starke Leistung bot.

 

In Halbzeit zwei ging es ruhiger los. Lange passierte nicht all zu viel. Aber das Drehbuch hatte für die letzten 20 Minuten wieder einiges zu bieten. Nachdem Marvin Beck mit Krämpfen, mangels Auswechselmöglichkeiten, ins Tor musste, war nun Goalgetter Markus Groppe wieder im Sturm. Keine ganze Zeigerumdrehung später der Ausgleich. Starke Balleroberung von Eike Kannenberg im Mittelfeld. Der schnelle Pass auf Jacoby der den Ball wieder auf Kannenberg. Der in aussichtreicher Position spielt den Ball noch einmal weiter und da stand der Torjäger vom Dienst, Markus Groppe. 3:3! (70.) Nun kam jedoch der Gastgeber aus Lüchtringer wieder stärker auf. Mit einem Angriff, eine Viertelstunde vor Ende, dann der wohl endgültige Gegentreffer. Diesmal ein Fehler der kompletten Defensivarbeit und ein eiskalter Stürmer der Beck keine Chance gab. 3:4! (76.) Jetzt konnte selbst Godelheim nicht mehr wiederkommen. Kurz darauf dezimierte man sich mit einer Gelb-Roten Karte erneut selbst. Gegen 10 Godelheimer ließ Lüchtringen den Ball laufen und stach dann kurz vor Ende noch einmal zu. 3:5. (86.)

 

Die tolle Moral konnte man, wegen eigener Fehler, leider nicht belohnen. Gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe war deutlich mehr drin. Dafür darf es aber nicht solche Fehler in der Rückwärtsbewegung geben. Mit 15 Gegentoren aus den letzten 3 Spielen, zeigt sich mehr als deutlich wo der Schuh drückt. Es heißt jetzt weiter zu arbeiten und sich das Glück, welches in den letzten Wochen fehlte, zu erarbeiten.


Furioser Start reicht nicht

„Wir haben keine Chance, nutzen wir sie!“ Ganz nach diesem Motto ging der TuS Godelheim in das Heimspiel gegen den Ligaprimus, die SpVg 20 Brakel II. Eine U23 gespickt mit zahlreichen talentierten und hungrigen Spielern, die sich bisher keine Blöße gab und bei 12 Spielen lediglich 2 Remis hinnehmen musste. Die Chancen waren für den TuS quasi nicht da, trotzdem wollte man gerade die Einstellung aus der Vorwoche vergessen machen und so lange wie möglich dagegenhalten. Auf einem nassen, aber im Vergleich zu vielen anderen Sportstätten, noch guten Rasen, startete die Lammert-Elf, wie schon in den vergangenen Wochen, mit einer veränderten Anfangsformation. Dies ist den immer noch zahlriechen Ausfällen geschuldet und zehrt an den Kräften der Spieler. Doch der TuS schenkt kein Spiel vor dem Anpfiff ab und erst recht kein Heimspiel…

Mit dem Anpfiff gab der TuS Vollgas und überraschte die Gäste aus Brakel komplett. Aggressiv angelaufen, eroberte man sich den ersten Ball im Mittelfeld. Kevin Jacoby auf Rechts wollte flanken. Dies „missglückte“ jedoch, aber der Ball schlug im hohen Bogen im langen Eck ein. 1:0! (1.) Alles Zuschauer und Spieler waren erstaunt, damit hatte wohl Niemand gerechnet. Auch in der Folge stand der TuS gut, zog sich zurück und machte das Spiel eng, um im richtigen Moment zu pressen und dann mit schneller Umschaltbewegung zu Chancen zu kommen. In der 10. Minute dann die nächste Überraschung. Nach einer missglückten Aktion von Jonas Schoepke war der Ball eigentlich schon beim Keeper. Doch Thorsten Lammert reagierte schnell und spitzelte den Ball noch vor den Händen des Torwarts weg und schob zum 2:0 ein! (10.) Nun war aus dem vermeintlichen Ausrutscher für den Tabellenersten ein ernsthaftes Problem geworden. Dies war zugleich aber wohl der Weckruf für die Mannen von Trainer Struck. Denn mit dem Wiederanpfiff fiel der Anschlusstreffer. Vom Anstoß weg marschierte der Brakeler durch das Mittelfeld, spielte die Innenverteidiger aus und schoss das Tor. 2:1! (11.) Das ging viel zu einfach und war ein deutlicher Wegweiser wie die Partie weiterlaufen sollte. Denn nun war die Landesliga-Reserve da. Mit schnellem Kombinationsspiel wurde sich immer wieder durchkombiniert. Das ein Einwurf den Ausgleich brachte, darf dennoch nicht passieren. Langer Einwurf, völlige Passivität der Hintermannschaft und die Gäste die einfach gedankenschnell waren. 2:2! (18.) In der Folge verlor der TuS immer weiter den Mut. Zudem spielten die Hausherren zu körperlos. In der ersten Halbzeit begann man kein einziges Foulspiel. So war es für Brakel ein leichtes zu kombinieren und den Ball herrlich laufen zu lassen. Die Folge war das 2:3 in der 30. Minute. Die Kombinationen liefen viel zu schnell ab, sodass die Defensive nicht in den Zweikampf kam und so zappelte auch der 5. Torschuss der Partie im Tor. 2:3! (30.) Bis zur Pause schnürte die Spielvereinigung den TuS Godelheim weiter ein, ohne eine nennenswerte Torchance zu haben.

In den zweiten 45 Minuten wollte der TuS körperbetonter Spielen, ohne dabei unfair zu werden. So versuchte man den Brakelern irgendwie den Schneid abzukaufen und doch noch den Ausgleich zu schaffen. Lange Zeit war der Gast, wie in der kompletten Partie, absolut Feldüberlegen. Die Ballbesitzanteile waren wohl wie zu besten Guardiola-Zeiten verteilt. Immer wieder versuchte sich die junge Truppe durch zu kombinieren, jedoch ohne etwas Zählbares. Der TuS selbst schaffte es kaum für Entlastung zu sorgen, wenn waren es Lammert der einen hohen Ball festmachte, oder Jacoby der zum Solo ansetzte. Doch alles in allem stand der TuS hinten drin und versuchte das 2:3 so lang wie möglich zu halten. Zu überlegen, zu technisch versiert waren die Brakeler. In der 80. Minute dann die Entscheidung. Ein erneuter Abspielfehler in der Viererkette und die Kaltschnäuzigkeit der SpVg machten den Deckel drauf. Mit dem Schlusspfiff fiel noch ein völlig unnötiges 2:5.

 

Einen Moment träumte der TuS von einer riesigen Überraschung, der Moment war dann wohl zu lang. Der Tabellenführer holt sich völlig verdient mit einer starken Chancenauswertung die 3 Punkte und bleibt weiterhin ohne Niederlage. Der TuS kann mit der Einstellung zufrieden sein, muss sich jedoch trotzdem ärgern und fragen wieso man wieder 4 unnötige Gegentore bekam. Ein Lob geht an den Unparteiischen, der mit Ruhe und Übersicht das Spiel leitete. Auch geht ein Lob an die Gäste, die trotz großer Überlegenheit immer auf dem Teppich blieben und ein sehr fairer Gegner waren.   


TuS mit Remis gegen Fü/Bö

Mit erneut stark ersatzgeschwächten Kader musste der TuS Godelheim im gestrigen Heimspiel gegen den SV Fürstenau/Bödexen antreten. Völlig überraschend die Ausgangslage: Der hochgehandelte SV Fürstenau/Bödexen kam bisher noch nicht richtig in Tritt und steht seit Saisonbeginn in den Abstiegsrennen. Der TuS mit ein paar Zählern, trotzdem voll im Abstiegskampf. Beide Teams brauchten die Punkte…

Nervöser Beginn von beiden Teams. Auf dem rutschigen Geläuf gab es in den Anfangsminuten viele technische Fehler auf beiden Seiten. Keiner wollte den ersten Fehler machen und so waren Torchancen erst einmal Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer konnten die Spieler von Thorsten Lammert sich etwas behaupten und waren in den Zweikämpfen präsenter. Immer wieder mit guten Balleroberungen versuchte man die schnellen Beck und Jacoby zu bedienen. Doch immer wieder war der letzte Pass zu ungenau, womit gute Gelegenheiten vertan wurden. In der Defensive stand man sicher und presste schon frühzeitig, sodass der Gegner zu langen Bällen gezwungen wurde. Der erste Aufreger dann nach gut einer halben Stunde. Kevin Jacoby setzte im Pressing stark nach, eroberte den im Aus geglaubten Ball und wurde anschließend nahe der Eckfahne gefoult. Den Freistoß zirkelte Eike Kannenberg aus spitzem Winkel an den Querbalken - Pech! Auch in der Folge war man überwiegend mit Standards gefährlich. Die gefürchteten Freistöße aus großer Distanz fanden ebenso wenig ihr Ziel, wie die Eckbälle. Somit ging es mit einem eher unspektakulären 0:0 in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff kam der TuS gut ins Spiel und hatte sofort eine Gelegenheit, doch immer wieder scheiterten die Spieler am letzten Pass. Der Gast aus Fürstenau und Bödexen kam indes besser ins Spiel und waren vor allem durch die Zentrale gefährlich. Immer wieder sahen sich die Kannenberg-Brüder einer Überzahl von gegnerischen Spielern gegenüber, die es den beiden deutlich schwieriger machten, als noch eine Woche zuvor. Doch wie in der Woche zuvor stand die Defensive und speziell Marco Niewiera stabil und entschärfte brenzlige Situationen. Die schon Anfangs schlechte B-Liga Partie entwickelte sich zu einem echten Abstiegskampf. Den Zuschauern, die bei der Kälte ausharrten wurde kein schönes Spiel geboten, was aber auf dem Rasen auch nicht einfach war. Die Abspielfehler und Unkonzentriertheiten auf Seiten des TuS häuften sich nun. Eine Viertelstunde vor Ende dann das erste Tor. Nach einem Ballgewinn an der Außenlinie bekam der Gast den Ball und zirkelte die Kugel über Keeper Niewiera in die lange Ecke. Wenn das so gewollt war, ein echtes Traumtor. 0:1! (75.) Nun war der TuS völlig von der Rolle. Direkt nach dem Gegentor hatte der Gast in Blau die riesige Chance auf die Entscheidung. Doch erst rettete Marco Niewiera spektakulär, dann der doppelte Pfosten. Auch danach noch eine große Chance auf das 0:2, doch auch hier war der Querbalken die Endstation. Kurz vor Ende feierte dann Markus Groppe sein Comeback als Feldspieler. Nach langer Verletzungszeit sollte er in den letzten Minuten für wichtige Impulse sorgen und das gelang perfekt. Mit seinem 3. Ballkontakt zog der drahtige Stürmer in den Strafraum und wurde gefoult. Elfmeter und die große Gelegenheit auf den Ausgleich. Kapitän Daniel Kannenberg übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1. Kurz darauf war Schluss.

Beide Teams konnten sich nicht so wirklich über den Punktgewinn freuen. Ein Remis was keinem weiterhilft, dem TuS noch eher als dem SV, der weiterhin ganz unten drinsteckt. In der kommenden Woche reist der TuS Godelheim dann nach Lauenförde zum Schlusslicht FC Blau Weiss Weser.


TuS eiskalt zum Sieg

Am Wochenende stand ein brisantes Duell auf dem Spielplan der Kreisliga B Nord. Mit dem TuS Godelheim empfing der SV Bredenborn seinen Angstgegner aus der vergangenen Saison. Beide Spiele konnten die Mannen von Thorsten Lammert denkbar knapp für sich entscheiden. Das Hinspiel wurde nach nur 50 Sekunden entschieden, als Markus Groppe nach einer langen Serie von Niederlagen den TuS mit seinem Tor auf die Siegerstraße brachte. Auch ein Strafstoß in der Nachspielzeit und Ballbesitz von nahe der 10% änderten daran nichts. Im Rückspiel in Godelheim war die Sache schon etwas ausgeglichener. Trotzdem machte der SV Bredenborn das Spiel, verlor aber am Ende dennoch mit 3:2. Das wollten die Spieler vom Eichenwald sich nicht ein drittes Mal bieten lassen und waren schon beim Aufwärmen hochmotiviert. Wo der TuS sich ruhig und gelassen auf das Spiel vorbereitete, waren auf der anderen Spielhälfte immer wieder laute Anfeuerungen zu hören. Der TuS wollte zwar etwas Zählbares mitnehmen, wusste aufgrund der 9(!) Verletzten jedoch um die schwierige Aufgabe. Doch wo letztes Jahr der TuS Godelheim wohl nur mit 10 Männern gestanden hätte, war man dank des extrem breiten Kaders dennoch gut aufgestellt und sogar ein großes Comeback wurde gefeiert. Denn mit Marco Niewiera, der nach Bayreuth gezogen ist, feierte die ehemalige Nummer 1 des TuS nach über einem Jahr sein Comeback zwischen den Pfosten. Mit klarer Spielausrichtung ging der TuS Godelheim in das Spiel. Abwarten, Kontern und sich so teuer wie möglich verkaufen. Der stark einsetzende Regen kam da dem TuS bei ihrem kämpferischen Spiel gerade recht…

Mit Spielbeginn übernahm der Gastgeber, wie erwartet, das Heft des Handelns in die Hand. Immer wieder versuchte man mit drei offensiven Mittelfeldspielern die Spitzen zu bedienen und sich durch zu kombinieren. Dies stellte den Defensivverbund der Godelheimer vor eine große Aufgabe, denn selbst hatte man nur 2 nominelle zentrale Mittelfeldspieler. Die Kannenberg-Brüder, gewohnt laufstark, grätschten dabei auf nassem Geläuf den ein oder anderen Ball ab. Selbst mussten sie aber auch immer wieder harte Tacklings einstecken, eine echte Regenschlacht! Wenn das Zentrum mal überspielt war, stand die Viererkette sicher. Mit Davies, Schoepke, Kirchhoff und Dankers zauberte Thorsten Lammert einen neuen Abwehrriegel aus dem Hut, der auf Anhieb die Abstimmung fand. So hatte der SV Bredenborn zwar mehr vom Spiel, doch keine großen Torchancen, die hatte dann der TuS. Denn das Spiel der Gastgeber kam den Schwarz-Weißen entgegen und so brannte es beim SV nach nur einem steilen Ball oft lichterloh. Kevin Jacoby und auch Thorsten Lammert überliefen die gegnerischen Innenverteidiger einfach. So hatte nach gut 20 Minuten Lammert eine ausgezeichnete Gelegenheit den TuS in Front zu schießen. Nach einem Steilpass lief der Spielertrainer allein auf den Keeper zu, konnte den Ball aber nicht im Kasten unterbringen. In der Folge verletzten sich sowohl beim TuS als auch beim SV ein Spieler. Für den angeschlagenen Schoepke kam Potthast zum Einsatz. Trotzdem war die Viererkette immer noch stabil und machte einen guten Job. Und wenn mal etwas durchkam stand Marco Niewiera extrem sicher zwischen den Pfosten, so als wäre er nie weggewesen. Mit dem torlosen Gleichstand ging es dann erstmal ins Trockene.

 

In den zweiten 45 Minuten wollte man genauso weitermachen und eventuell einen Konter erfolgreich abschließen. Dies gelang nach 10 Minuten auch. Denn in der 55. Minute wurde wieder Thorsten Lammert von Daniel Kannenberg geschickt. Lammert setzte sich mit seinem Körper exzellent durch und blockte den herangeeilten Abwehrspieler ab. Sein Schuss ging am Keeper vorbei ins Tor. 1:0! (55.) Das stachelte den Gastgeber wohl noch mehr an, denn in der Folge schwamm der TuS gewaltig. Nun drückte der Gegner auf den sofortigen Ausgleich und hatte Spielanteile, wie das Jahr davor. Doch immer wieder war Niewiera an den Bällen die auf das Tor kamen dran. Die Ecken sorgten zwar immer wieder für Gefahr, aber ein Gegentor fiel daraus nicht. Dann passierte es doch. Der agile Mittelfeldspieler der Bredenborner drang in den Strafraum ein und wurde von Daniel Kannenberg, der ausrutschte, regelwidrig von den Beinen geholt. Elfmeter! Marco Niewiera ahnte die Ecke, war auch am Ball, doch das Leder war zu hart geschossen und so zappelte er im Netz. Ausgleich – 1:1 (72.) Nun stand das Spiel auf der Kippe. Die Verteidigung, die 70 Minuten aufopfernd gekämpft hatte, konnte dem Tempo der Gastgeber ein ums andere Mal nicht mehr folgen und so entstanden viele brenzlige Situationen vor dem Kasten der Godelheimer. Mit viel Glück überstand man die 10 Minuten und schlug dann eiskalt in der Dranphase zu. Jonas Schoepke eroberte den Ball und schickte Kevin Jacoby auf die Reise. Der Pfeilschnelle Spieler, der im Zentrum eines seiner besten Spiele machte, brachte schnell Meter zwischen sich und den gegnerischen Abwehrspielern. Allein auf halb rechts schoss er die Kugel in die lange Ecke zum 2:1! (82.) Riesiger Jubel, doch noch waren gut 10 Minuten zu spielen. Nun warf der SV Bredenborn, der wieder zurücklag, alles nach vorne. Um keinen Preis wollte man zum 3. Mal in Folge ein Spiel gegen Godelheim verlieren. Doch alle Bemühungen halfen nichts. Nach 93. Minuten kam der Pfiff und der Sieger hieß TuS Godelheim!

 

Der Mythos vom Angstgegner lebt. Im dritten Spiel gegen den SV Bredenborn, in dem man unterlegen war, fuhr die Elf von Thorsten Lammert den dritten Sieg ein. Eine geschlossene und kämpferische Mannschaftsleistung führte zum Ziel. Niewiera mit einer Topleistung, die 2 Viererketten mit konzentrierter Defensivleistung und die beiden Stürmer, die jeweils ein Tor zum Sieg beisteuerten. Selbst die Auswechslung ließ keinen Leistungsabfall erkennen. Potthast fügte sich nahtlos in die neu formierte Viererkette ein. So rang der TuS erneut einen starken Gegner nieder und sammelte wichtige Punkte auf dem Konto gegen den Abstieg.


3 Elfer, 5 Tore und 0 Punkte

Am gestrigen Sonntag trat der TuS Godelheim daheim gegen den TuS Lütmarsen an. In der Vorwoche zeigte die Lammert-Elf eine desaströse Leistung und verlor mit 0:1 gegen den SV Nieheim/West. Daher hatten die Spieler einiges gut zu machen und waren hochkonzentriert. Der Start in die Partie gegen Lütmarsen war jedoch alles andere als optimal…

Kurz nach Anpfiff zeigte Mario Multhaup gleich einmal, wieso er derzeit der beste Torschütze in der Liga ist. Er bekam den Ball gut 30 Meter vor dem Tor zugespielt und nahm die Kugel volley. Sein Schuss wäre für Carsten Schmitz unerreichbar gewesen, landete glücklicherweise jedoch am Pfosten. Doch nur drei Zeigerumdrehungen später traf der Stürmer in Grün durch einen Handelfmeter. Wie der Schiedsrichter dort auf Handspiel plädieren kann bleibt rätselhaft. Daniel Kannenberg wurde aus kürzester Distanz mit angelegtem Arm angeschossen. Eine absolute Fehlentscheidung! Nichtsdestotrotz stand es 0:1. (4.) Auch in den Folgeminuten wurde es nicht besser für den TuS. Denn nach einer Viertelstunde stand es sogar 0:2. Multhaup mit einem Einwurf wie ein Eckball, die Abwehr war nicht aufmerksam und Schmitz erste Parade wurde nicht belohnt, da der Stürmer abstaubte. 0:2 (15.) Trotz des frühen 0:2-Rückstandes ließen sich die Spieler von der Nethe nicht unterkriegen. Bis dato hatte man eigentlich eine gute Anfangsphase gespielt, war präsent und kämpferisch in den Zweikämpfen. Das zeigte sich auch in der Folge. Die schnellen Jacoby und Beck bekamen den Ball in die Tiefe und in der 18. Minute konnte Jacoby nur durch ein Foulspiel innerhalb des Strafraums gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Eike Kannenberg souverän und erzielte so den Anschlusstreffer. 1:2! (18.) Danach flachte die Partie etwas ab. Zwar hatte der TuS Lütmarsen immer wieder gefährliche Situationen, bis auf einen Lattenschuss, jedoch nichts Zwingendes.

 

In Hälfte zwei wollte der TuS Godelheim unbedingt den Ausgleich erzielen. Dies gelang dann mit einem simplen Trick. Extrem langer Abstoß und Bahdir Özdemir war gestartet, nahm den Ball einmal an und schloss schnörkellos ab. Sein Ball ging flach in die lange Ecke ins Glück. 2:2! (62.) Doch die Freude war schnell verflogen, denn nach nur wenigen Sekunden zeigte der Schiedsrichter wieder auf den Punkt und das gegen den TuS Godelheim. Wieder pfiff er ein fragwürdiges Handspiel. Multhaup trat an, doch Schmitz parierte den Elfer stark! Der TuS war weiter im Spiel und alles schien auf ein Remis hinauszulaufen. Zumal der TuS die riesen Gelegenheit auf das 3:2 hatte. Doch der Unparteiische pfiff auf Abseits. In der 85. Minute dann doch noch ein Tor. Leider auf der Seite der Gäste. Wieder kombinierten sich die Lütmarser mit ihrem Spielertrainer Arif Göral stark durch die Mitte. Ein Stellungsfehler in der Hintermannschaft und fein durchgesteckt vom erfahrenen Göral. Plötzlich standen zwei Stürmer frei vor Schmitz, die ihm keine Chance gaben. 2:3! (85.) Absolut ärgerlich doch noch waren 5 Minuten plus Nachspielzeit zu spielen. Der TuS riskierte nun alles und hatte noch einen Freistoß an der Seitenlinie. Kannenberg brachte den Ball rein, der flog auf den Fünfer und ein Godelheimer kam an den Ball. Doch der Kopfball von Tewes ging weit über den Kasten. Noch ein langer Ball, plötzlich Marvin Beck in halbrechter Position vor dem Tor, doch auch sein Schuss verfehlte den Kasten knapp. So blieb es beim 2:3 und der TuS Lütmarsen ging als verdienter und fairer Sieger vom Platz.

 

Eine bittere Niederlage für den TuS, da eine Punktteilung absolut gerecht gewesen wäre. Trotzdem eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche, auf der man aufbauen kann. Das muss man nun auch, da die Mannschaft sonst immer weiter in den Abstiegskampf gerät. Wochenende für Wochenende sind bei den Ergebnissen kuriose Resultate zu finden, mit denen man vorher nicht gerechnet hätte. Das zeigt wie ausgeglichen die Liga ist und dass man jeden Gegner schlagen kann, aber auch gegen jeden Gegner verlieren kann. Das heißt für den TuS Godelheim in jedes Spiel mit 120% reinzugehen. Nur so hat man in dieser Liga eine Chance.


TuS verliert nach ganz schwacher erster Hälfte

Gestern traf die Lammert-Elf daheim auf den SV Nieheim/West. Nach zwei Siegen gegenüber dem SV Holhausen/Erwitzen und dem SV Höxter II mit jeweils 3:2, hatte man viel Selbstvertrauen. Oft in der Vergangenheit folgten auf starke Auftritte des TuS eine eher schwache Leitung. Vor dem Spiel war Trainer Lammert im Glauben: „Wir sind weiter als letzte Saison“ Das Ergebnis und vor allem die Leitung der ersten Halbzeit Sprachen aber eine ganz andere Sprache…

Die stark ersatzgeschwächten Godelheimer mussten in der Partie auf Torwart Nummer Vier zurückgreifen. Nach Marcel Mogge und Markus Groppe, fiel auch Carsten Schmitz aus, sodass sich der Trainer selbst zwischen die Pfosten stellen musste. Auch sonst fehlten einige Spieler im Kader. Trotzdem keinerlei Entschuldigung, für das, was die Spieler in der ersten Halbzeit boten. Ein völlig lethargischer Auftritt von Kannenberg und Co. Keine Laufbereitschaft und bis auf wenige Ausnahmen ein Passspiel zum Vergessen. So war es kein Wunder, das der Gast aus Nieheim/West das Spiel kontrollierte und irgendwann das erste Tor machte. Einer der zahlreichen langen Bälle, die allesamt über die rechte Seite gespielt wurden, fand beim Stürmer einen dankbaren Abnehmer. Dieser überlupfte Lammert aus spitzem Winkel. 0:1 (29.) Danach ein leichtes Aufbäumen beim TuS, jedoch kaum Torgefahr. Das war die schlechteste Halbzeit der bisherigen Saison.

In Halbzeit Zwei ging man nun mit viel Wut und dem Willen es besser zu machen. Mit leichter Veränderung in der taktischen Grundformation und einer 360°-Wendung in der Einstellung war man nun deutlich stärker. Immer wieder presste man schon in der gegnerischen Hälfte und setze den Gegner somit unter Druck. Die ersten Standards und Torchancen waren die Folge. Mit zunehmender Spieldauer kam man dem Ausgleich immer näher und spätestens nachdem Marvin Beck alleine auf den Torwart zulief war der Ausgleich auch verdient. Doch der pfeilschnelle Angreifer in Diensten des TuS Godelheim ließ auch am gestrigen Tag noch nicht den Knoten platzen. Eine Reihe von Hochkarätern ließ der Neuzugang aus und auch Toptorschütze Eike Kannenberg hatte heute kein Glück. Mit der Schlussminute scheiterte er mit einem Freistoß zum zweiten Mal am Aluminium und so endete das Spiel mit 0:1.

Das Ergebnis war zwar 0:2, doch sonst erinnerte alles an das verlorene Heimspiel der Vorsaison vor etwas mehr als 5 Monaten. Damals verschlief der TuS auch die erste Halbzeit, steigerte sich in Abschnitt Zwei und scheiterte mit einem Freistoß am Querbalken in der Schlussminute.

 

Nach dem Spiel war die Stimmung sehr gedrückt. Wie auch Lammert waren die Spieler im Glauben sich weiterentwickelt zu haben. Das scheint nach dieser Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten erst einmal unbewiesen zu sein. Zu unkonstant die Leistung einiger Spieler und eine miserable Chancenverwertung lassen den TuS zunächst wieder nach unten, nicht nach oben, schauen. Der TuS kann mehr, muss mehr und wird mehr zeigen – das schon am nächsten Spieltag im Heimspiel gegen den TuS Lütmarsen!


TuS siegt wieder 3:2

Am gestrigen Sonntag ging es nach Höxter zur Reserve des SV. Mit gleich 5 Spielern, die einen Großteil ihrer Jugend beim SV Höxter spielten, reiste der, selbst beim SV aktiv gewesene, TuS-Trainer Thorsten Lammert an. In der Defensive zwickte etwas der Schuh, nachdem zu Wilhelm Lödige (Schulterverletzung) nun auch Serafettin Derya (Urlaub) ausfiel. Doch in dieser Saison können die Godelheimer auf einen großen Kader, der selbst bei personellen Rückschlägen keinerlei Qualitätsverlust bedeutet, zurückgreifen. So gab Lukas Böttcher sein Startdebüt in der Innenverteidigung und das gleich mal über 90 Minuten…

Die Anfangsphase gehörte klar dem TuS Godelheim. Nach einem eher zerfahrenen Aufwärmprogramm, geschuldet dem engen Terminplan auf der Höxteraner Weserkampfbahn, übernahmen die Schwarz-Weißen das Spiel. Der ungewohnte Kunstrasen wurde eher zum Vorteil, denn spielerisch war man deutlich überlegen. Immer wieder baute die, an diesem Tag hervorragend aufgelegte Vierkette um Miyanji, Elsner, Böttcher und Konneh, das Spiel ruhig auf, um dann schlagartig im Mittelfeld das Tempo zu erhöhen und die extrem schnellen Beck und Jacoby in die Tiefe zu schicken. Wenn überhaupt konnten die Verteidiger in höchster Not zum Eckball klären. So auch in der 8. Minute. Was diese Saison schon so gut funktioniert hat: Ecke Kannenberg auf den kurzen Pfosten und Jerry Konneh mit einer unnachahmlichen Drehung per Kopf zum 1:0! (8.) Ein super Start, der in der Folge noch besser wurde. Der SV Höxter II völlig von der Rolle, köpfte den Ball nach einer weiteren Ecke auf das eigene Tor. Der Keeper konnte in höchster Not klären. Die folgende Ecke wurde nicht ausreichend geklärt und so nahm sich Jonas Schoepke ein Herz und schoss den Ball aus gut 18 Metern im hohen Bogen über den Keeper und unter die Latte. 2:0! (10.)

Immer wieder puschte Kapitän Daniel Kannenberg seine Mannen: „Hier keinen Deut nachzulassen!“ So spielte der TuS weiter exzellent nach vorne. Über die Außen kam man immer wieder durch tolle Kombinationen bis an den Strafraum, oder man spielte in die Tiefe des Raumes. Höxter kam mit dem variablen Spiel der Gäste überhaupt nicht zurecht und so hätte der TuS zur Pause deutlich höher führen müssen. Doch Marvin Beck scheiterte gleich 3-mal bei dem Versuch den Ball im Tor unterzubringen. Der pfeilschnelle Stürmer setzte sich immer wieder glänzend durch, einzig und allein beim Abschluss haperte es noch, sodass es nur mit einer 2 Tore Führung in die Pause ging.

 

In Halbzeit Zwei kam dann der SV Höxter II besser ins Spiel. Der TuS war in dieser Phase zu passiv im Spiel gegen den Ball und verlor auch den Faden im Offensivspiel. Trotzdem kamen die Kreisstädter zu keiner nennenswerten Torchance. Bis zu einem völlig unberechtigten Freistoß, der aus einem ganz normalen Zweikampf hervorging. Schoepke setzte seinen Körper im Versuch den Ball zu erobern absolut regelkonform ein. Der Schiedsrichter pfiff trotzdem auf Freistoß. Der Standard kam hoch in den Sechzehner, Abwehr wie auch Keeper sahen nicht gut aus und so stand es nur noch 2:1 (50.)

Danach begann ein offener Schlagabtausch, indem der Gastgeber zwei gute Möglichkeiten auf den Ausgleich hatte. Doch beide Male ging der Ball knapp über den Kasten von Markus Groppe. Selbst vergab der TuS weitere gute Kontergelegenheiten. Bis zur 70 Minute, als Marvin Beck wieder einmal den Turbo zündete und den mitgelaufenen Eike Kannenberg sah. Allein vor dem Torwart passte Beck zu Kannenberg rüber und der musste nur noch einschieben. Möglicherweise war Kannenberg dabei leicht im Abseits. Trotzdem stand es 3:1 und das Spiel schien endgültig entschieden. Die Lammert-Elf beschränkte sich nun auf das Verteidigen, konnte jedoch das Ergebnis trotzdem nicht über die Zeit bringen. In der 90. Minute kam der SV zum erneuten Anschlusstreffer. Völlig alleinstehend an der Strafraumkannte netzte der Höxteraner ein. Der Schiedsrichter zeigte drei Minuten Nachspielzeit an. In dieser wurde es noch einmal hektisch, zum Glück aber in der Hälfte der Gastgeber. Nach einem Foul, welches nicht zwingend gelbwürdig war, zeigte der Schiedsrichter dem Verteidiger aus Höxter den gelben Karton. Wutentbrannt stürmte er auf den Schiedsrichter zu und konnte nur schwer von seinen Mitspielern beruhigt werden. Der Unparteiische zeigte in Folge der verbalen Auseinandersetzung prompt die zweite Gelbe Karte für den Spieler, der somit mit Gelb-Rot runterflog. Kurz darauf war Schluss und der TuS siegte erneut mit 3:2.

Wieder war es ein Spiel was man in der ersten Halbzeit klar dominierte, wieder ließ man etliche Chancen liegen und wieder machte man es unnötig spannend. Wenn die Mannschaft nun die guten Leistungen über 80 oder gar 90 Minuten abrufen kann, wird es für jeden Gegner schwer etwas gegen den TuS zu holen.

 

Aber alles in allem kann man mit dem Saisonstart durchaus zufrieden sein. Die 10 Punkte, nach solch einem Startprogramm, sind sehr gut. So muss es weitergehen um nicht in den Abstiegskampf zu geraten.  


2 Spiele, 1 Punkt und viel Pech

Nach der harten Niederlage gegen den SV Albaxen (1:5) analysierte die Mannschaft unter der Woche die schlechte Leistung, speziell der zweiten Halbzeit. Dabei forderte Thorsten Lammert eine 360°-Wendung der Einstellung. Die Spieler sollten am einzigen Doppelspieltag der Hinrunde wieder ihr wahres Gesicht zeigen. Kein einfaches Unterfangen bei Temperaturen über 30 Grad und zwei Gegnern, die es in sich hatten...


TuS bricht ein und verliert deutlich

Mit viel Selbstvertrauen reiste die Lammert-Elf nach Albaxen. Die beiden ersten Spiele hatte man sportlich gewonnen und in der Defensive stand man ausgezeichnet. Mit dem SV Albaxen hatte man nun eine spielstarke Mannschaft zum Gegner, wollte trotzdem etwas Zählbares mitnehmen und den guten Saisonstart weiterführen…

 

Die Partie begann mit einem Paukenschlag des TuS Godelheim. Nach einem Foul kurz hinter der Mittellinie, nahm sich Eike Kannenberg ein Herz und verwandelte den Freistoß überragend aus ca. 35 Metern. Der Keeper sah natürlich nicht gut aus, aber der Ball flatterte in die untere linke Ecke. 1:0! (4.) Das war der Start nach Maß. Doch dann übernahm der Gastgeber das Spiel und drängte den TuS tief in die eigene Hälfte. Immer wieder mit gutem Aufbauspiel und schnellen Kombinationen, lief Godelheim der Musik hinterher. Einziger Lichtblick, die Defensive stand. Denn ab 25 Meter vorm Tor passierte nicht all zu viel. Wenn mal etwas durchkam klärten Elsner und Potthast souverän. Selbst kam man nur selten zu Befreiungsschlägen. Oft verpasste man es den Ball entscheidend zu klären, indem man am eigenen Sechzehner ins Dribbling ging. Einzig und allein Glück war es, dass daraus kein Gegentor entstand. Trotzdem brachte man die 1:0 Führung in die Halbzeitpause.

 

Halbzeit Zwei begann fast mit einem erneuten Paukenschlag für den TuS Godelheim. Neuzugang Marvin Beck feierte sein Pflichtspieldebüt und stürmte allein auf den Keeper zu. Seinen Versuch den Ball am Torwart vorbeizulegen misslang jedoch knapp. Aber sofort wurde klar welche Qualitäten Beck dem TuS gibt. Ansonsten das gleiche Bild. Der TuS stand tief und wartete auf Konter. Solch einer hätte in der 54. Minute zur Roten Karten führen müssen. Wieder war es Beck, der den Turbo zündete und seine Gegenspieler stehen ließ. Bis auf einen, der Ihn vor dem Strafraum klar als letzter Mann am Torschuss hinderte und somit hätte Rot sehen müssen. Es gab nur die Gelbe Karte. Eine klare Fehlentscheidung vom sonst sehr starken Unparteiischen. In der 60. Minute kam dann das, was kommen musste – der Ausgleich. Nach 59. Minuten Druck auf die Abwehr war man für einen Moment Unkonzentriert. Leider fiel der Ausgleichstreffer jedoch durch eine Ecke. Sehr ärgerlich, da man einfach nicht mit den Gegenspielern mitgegangen war. 1:1 (60.) Nun war die Heimmannschaft noch motivierter und schnürte den TuS weiter ein. Die Elf um Kapitän Daniel Kannenberg konnte dem nichts mehr entgegensetzen und zeigte deutliche konditionelle Probleme. Wie schon in den ersten beiden Spielen war ab der 60. Minute Schluss mit der intensiven Laufarbeit. Mit einem Kuriosum wäre der SV dann auch in der 63. Minute fast in Führung gegangen. Der Gegner dribbelte durch das Mittelfeld und wurde gehalten. Ein Pfiff, dann ein Pass und Schuss. Der Ball war im Tor und der Schiedsrichter zeigte auf den Mittelkreis - Tor zählt. Wilde Diskussionen begannen, da der Schiedsrichter zuvor, für viele Spieler auf dem Platz deutlich, abgepfiffen hatte. Seine Entscheidung Vorteil laufen zu lassen wurde jedoch durch den Pfiff unterbrochen und so entschied er nach langer Diskussion mit den Spielern, den Treffer abzuerkennen. Eine starke Szene des Schiedsrichters, der seine Fehlentscheidung einsah und korrigierte. Auch ein Lob an ein paar Spieler des SV, die dem Schiedsrichter signalisierten den Pfiff deutlich vor dem Abschluss gehört zu haben. Der SV Albaxen machte trotzdem unbeirrt weiter und der TuS schwächte sich zudem noch selbst. Nach einem Foul und einer Rangelei sah Neuzugang Serrafettin Derya die Ampelkarte und musste vom Platz. (72.) Direkt nach dieser Szene erzielte der Gegner dann die längst überfällige Führung. Wieder war man unsortiert und machte einen Schritt zu wenig. 1:2! (73.) Wie so oft in der Vergangenheit brach man nach einem Rückschlag dann völlig auseinander und kassierte noch weitere Gegentreffer. Der SV erhöhte mit dem Schlusspfiff gar auf 1:5! Ein Tor unnötiger als das andere und völlig vermeidbar, auch wenn der Gastgeber in Überzahl ohne Druck spielen konnte.

 

Somit verlor der TuS das Auswärtsspiel nach gutem Start mit 1:5. Mit etwas mehr Glück wäre man mit 2:0 in Führung gegangen und wäre in Überzahl gewesen. Nichtdestotrotz gehen die 3 Punkte völlig verdient an den SV. Denn anders als in den ersten beiden Meisterschaftsspielen präsentierte sich die Defensive löchrig und besonders fahrlässig. Anstatt die Bälle zu klären oder einen ordentlichen Spielaufbau zu versuchen, wurde sich in waghalsige Dribblings geworfen, die immer wieder zu gefährlichen Ballverlusten führten. Außerdem muss man einsehen, dass zu wenig Spieler zurzeit über 90 Minuten gehen können.


Das Derby - TuS vs TuS

Schon im ersten Heimspiel der Saison 16/17 hieß es DERBYTIME im Brunsbergstadion. Die Lammert-Elf empfing den Rivalen TuS Amelunxen und wollte natürlich alles raushauen. Das letzte Derby konnten die Schwarz-Weißen vor gut 4 Monaten mit einem fulminanten 2:0 auch Daheim gewinnen. In der Ansprache vor dem Spiel ließ Thorsten Lammert genau diesen Sieg, das Highlight der vergangenen Saison 15/16, Revue passieren. Spätestens ab diesem Zeitpunkt hätten eigentlich alle heiß sein sollen…

Das Spiel begann dann auch gut für den TuS. In gewohnter Formation mit 2 personellen Veränderungen zur Vorwoche ging man in das Spiel. Die ersten Minuten gingen klar an den TuS. Immer wieder konnte das Mittelfeld den Ball behaupten und die schnellen Außen an der Linie schicken. Die dadurch entstandenen Ecken fanden noch nicht ihr Ziel. Danach kam auch der TuS Amelunxen allmählich ins Match Die erste Chance, sollte dann aber auch für lange Zeit die Einzige bleiben. Der schnelle Stürmer des Gegners brach in der Mitte durch und kam vor Keeper Groppe zu Fall. Das einsteigen des Schlussmanns war hart an der Grenze und man hätte sich wohl nicht über einen Strafstoß beschweren können. Doch der Schiedsrichter entschied anders und so blieb es beim 0:0 was bis in die 37. Minute Bestand hatte. Denn dann kam der TuS erneut zu einem Eckball. Die oft genutzte Eckballvariante wurde noch 2 Tage zuvor im Training abgewandelt und führte sofort zum Erfolg. Eike Kannenberg auf Steffen Tewes, der den Ball mit einem tollen Kopfball im Tor unterbrachte. 1:0! (37.) Das Brunsbergstadion stand wieder einmal Kopf. In den restlichen 8 Minuten bis zum Halbzeitpfiff verlagerte der Gast das Spiel in die Godelheimer Hälfte. Doch das viele Anlaufen war vergebens, spätestens 25 Meter vor dem Gehäuse von Markus Groppe war für den Rivalen Schluss.

In der Pause analysierte man einige Spielszenen. Das Zweikampfverhalten in den ersten 45 Minuten war nicht das, was man vom TuS aus Derbys kannte. Trotz der 1:0 Führung war keine große Euphorie zu verspüren. Vielleicht auch ein gutes Zeichen für die Konzentration der Spieler. Denn bis dato hatte man in den ersten 3 Halbzeiten der Saison eine grandiose Abwehrarbeit geleistet und so wollte man auch Halbzeit Zwei gestalten.

 

Der TuS kam wie zu Beginn des Spiels gut in die Partie. Man war nun deutlich aggressiver in den Zweikämpfen und man lief den Gegner wieder konsequenter an. Das entschlossene Stören wurde belohnt und die Schwarz-Weißen spielten sich einige richtig gute Gelegenheiten heraus. In einer Aktion liefen Schoepke und Tewes fast schon alleine auf den Torwart zu, um den Ball dann doch nicht im Tor unterzubringen. In einer anderen hatte Kim Miyanji das 2:0 auf dem Schlappen, aber traf den Ball nicht. Nowinksi scheiterte jeweils am Aluminium und kurz vor einem durchgesteckten Ball von Kannenberg. So blieb es beim 1:0 und in den Schlussminuten sollte es noch einmal richtig eng werden für die Mannen um Daniel Kannenberg. Denn immer wieder brach der Gast über die linke Abwehrseite durch und kam in den letzten 5 Minuten zu unzähligen Eckbällen. In der gefährlichsten Szene reagierte Groppe exzellent und konnte den Nachschuss aus 16 Metern noch irgendwie an die Latte lenken. Kurz darauf war Schluss! Jubel im Brunsbergstadion aber nicht überschwänglich. Eine verhaltene Stimmung war sowohl vor, im und auch nach dem Spiel zu spüren. Die Spieler waren einfach froh über den Derbysieg und komplett erschöpft.

Mit einer erneut überragenden Mannschaftsleistung erkämpfte man sich den Derbysieg. Wie von Lammert prognostiziert kam man über den Kampf zu spielerischen Elementen. Die Abwehr ist, mit nur einem Gegentor aus den ersten beiden Partien, das Prunkstück des TuS. Doch auch das teils sehr kreative Angriffsspiel kann sich sehen lassen. Der TuS Godelheim erwischt einen sehr guten Saisonstart und möchte diesen soweit wie möglich fortsetzen. Dafür heißt es unter der Woche wieder schuften und an seine Grenzen gehen.   

Das nächste Spiel ist am kommenden Sonntag um 15 Uhr in Albaxen. Gegen den SV sah man in der vergangenen Saison beide male nicht gut aus und verlor das Rückspiel nach spätem Ausgleich noch in der Nachspielzeit. Da ist noch eine Rechnung zu begleichen…


VfL Eversen   1 : 2   TuS Godelheim

Mit einem verdienten 2:1-Sieg fuhr der TuS Godelheim am gestrigen Sonntag die ersten Punkte in der Saison 16/17 ein. Gegner dabei war der Aufsteiger des VfL Eversen. Vor dem Spiel jedoch eine kuriose Szene. Kapitän Daniel Kannenberg übergab dem Gastgeber einen Umschlag mit Geld. War da etwa Bestechung im Spiel?!


Das Team 16/17

Mit einem 25-Mann starken Kader geht der TuS Godelheim ab dem kommenden Sonntag auf Punktejagd. Die Mission ist klar: Im zweiten Jahr zählt es, den Klassenerhakt erneut zu schaffen. Helfen sollen zu den bisherigen Spielern in Schwarz und Weiß 4 Neuzugänge. Mit Lukas Böttcher (SV Ottbergen/Bruchhausen), Oliver Dankers (SV Brenkhausen/Bosseborn II), Serafettin Derya (TuS Lütmarsen) und Marvin Beck (SG Meißner) hat der TuS sich sowohl in Qualität, als auch Breite nochmals verstärkt. Zusätzlich kann Thorsten Lammert auf 2 bis 3 junge Talente bauen, die die Mannschaft im Training unterstützen werden. Der Kader steht und die Vorbereitung ist vorüber. Es gab wie jedes Jahr Licht und Schatten - und wie jedes Jahr werden die Spieler vom ersten Spieltag alles raushauen um die Ziele des TuS zu realisieren.
Der TuS freut sich auf eine aufregende Saison 16/17 und baut natürlich wieder auf die großartige Unterstützung der Fans in Schwarz und Weiß!

TuS zerlegt Rivalen

Mit einer starken Leistung siegte der TuS Godelheim im ersten Testspiel der Vorbereitung auch in der Höhe völlig verdient mit 8:0 (6:0). Mit den Neuzugängen Serafettin Derya und Marvin Beck ließ man dem SV Ottbergen/Bruchhausen keine Chance. In Halbzeit Zwei war den Spielern die kräftezerrende Woche und die Rotation deutlich anzumerken. Die Fans, die den Weg ins Brunsbergstadion fanden, konnten vor allem in den ersten 30 Minuten tollen Kombinationsfußball sehen. Torschützen waren je 2x Marvin Beck, Steffen Tewes und Daniel Kannenberg, sowie Michel Nowinski und Eike Kannenberg einfach. Ein guter Einstieg in die Testspiele, aber sicherlich noch kein ernstzunehmender Gradmesser für den TuS.

 

Dieser wartet sicherlich am kommenden Freitag. Dann spielt die Lammert-Elf in der ersten Runde des Krombacher Kreispokals gegen den letztjährigen B-Liga Absteiger SG Aa Nethetal/Bellersen/Bökendorf. Gefolgt von diesem Spiel findet dann am Samstag und Sonntag der Nethepokal in Godelheim statt. Also viele spielerische und anstrengende Einheiten auf dem Plan.


Saison 15/16 - Der TuS geht durch Dick und Dünn

Am Ende lagen sich alle in den Armen. Ein toller Saisonabschluss und eine wilde Abschlussfahrt nach Düsseldorf waren der krönende Abschluss eines tollen 9. Platzes, den sich der TuS Godelheim am letzten Spieltag sicherte. Doch bis dorthin war es ein steiniger Weg, der steinigste den die Lammert-Elf wohl je gegangen ist…



TuS siegt und hohlt sich Platz 9

SV Nieheim/West   2 : 6   TuS Godelheim

Im letzten Meisterschaftsspiel der Saison 15/16 ging es für den TuS Godelheim zum SV Nieheim/West. Beide Mannschaften hatten frühzeitig den Klassenerhalt klargemacht und konnten somit befreit aufspielen. Für die Elf von Thorsten Lammert ging es noch um einen einstelligen Tabellenplatz, den vor diesem Spiel der SV Bredenborn innehatte. Doch mit dem 3:2 Sieg am vergangenen Wochenende gegen jenen SV war der TuS rangekommen und wollte nun die sowieso starke Rückrunde krönen. Auch bei einem Sieg musste man auf Schützenhilfe des SV Bergheim hoffen, um die Bredenborner noch überholen zu können. Nichtdestotrotz wollten die Spieler um Kapitän Daniel Kannenberg sich ordentlich in die Sommerpause verabschieden und das am besten mit einem Sieg. Beim Gastgeber sah die Ausgangslage etwas anders aus. Klassenerhalt sicher, nach oben nichts mehr möglich und Schützenfest in Nieheim. Dies merkte man den Spielern auch deutlich an…  

Die ersten 10 Minuten musste sich der TuS jedoch an den deutlich größeren Platz in Oeynhausen gewöhnen. Oftmals lief man den Gegner vorne an, ohne die anderen Mannschaftsteile mit vorzuschieben. So entstanden in der Anfangsphase große Räume im Mittelfeld für den Gastgeber. Und wenn die Abwehr konsequent vorschob, wurden immer wieder lange Bälle unterschätzt und meist vom eigenen Spieler scharfgemacht. Doch daraus entstanden keine hochkarätigen Torchancen. Nach 15 Minuten übernahm der TuS dann das Spielgeschehen. Immer wieder nutzte man die Passivität des Gegners und kombinierte sich über das Feld. Solch eine Kombination führte dann zur ersten nennenswerten Chance. Nach Zuspiel von Jonas Schoepke kam Steffen Tewes freistehend aus 16 Metern zum Abschluss. Doch der Ball war zu lasch und so konnte der Keeper, der neben dem Kasten stand, dennoch parieren. Es dauerte 25 Minuten bis die Spieler in Schwarz-Weiß ihre Überlegenheit in Tore ummünzten. Nach einem Zuspiel in die Schnittstelle von Özdemir auf Tewes, erzielte der bullige Stürmer seinen 10. Saisontreffer. 1:0! (25.) Noch vor der Pause konnte Tewes erneut treffen. Ballgewinn im Mittelfeld und ein hervorragender Heber von Eike Kannenberg setzten den Toptorschützen der Saison in Szene. Frei auf den Keeper laufend ließ sich „Atze“ nicht zweimal bitten und überlupfte den Schlussmann sehenswert. 2:0! (34.) Bis zur Pause passierte dann nichts mehr und so ging es mit der komfortablen 2:0 Führung in die Halbzeitpause. In dieser war man darauf bedacht die Spannung hochzuhalten, um auch eine zweite gute Halbzeit zu spielen.

 

Die Worte fruchteten, denn nach nur 12 Sekunden nach Wiederanpfiff stand es 3:0. Was war passiert? Der SV Nieheim/West hatte Anstoß und spielte den Ball hinten rum. Der Innverteidiger war unentschlossen und Schoepke eroberte sich den Ball und traf aus kurzer Distanz. Endlich mal ein Tor von Schoepke, der in der Saison schon viele Großchancen liegen ließ. 3:0! (46.) Damit war das Spiel endgültig gelaufen und man hatte dem Gastgeber nicht einmal die Chance gelassen ins Spiel zurückzukommen. Der SV Nieheim/West zeigte anschließend keinerlei Gegenwehr. Es wurde munter durchgewechselt, sodass jeder Spieler wieder auf seine Einsatzzeit kam. Erfolgscoach Thorsten Lammert wechselte sich ein und schoss dann das 4:0. In der 52. Minute erlief der pfeilschnelle Kevin Jacoby einen eigentlich unerreichbaren Ball und dribbelte von rechts in den Strafraum. Mit ganz viel Ruhe wartete er auf eine Reaktion des einzig verbliebenen Verteidigers und schob dann zu Lammert, der sein 5. Saisontor erzielte. 4:0! (52.) Somit sicherte sich Lammert in der internen Torjägerliste den alleinigen 2. Platz und schob sich noch vor Markus Groppe und Eike Kannenberg. Nur wenige Minuten später gab es dann das 5:0. Nach einem erneut fulminanten Freistoß von Eike Kannenberg bekam der Keeper gerade so die Fingerspitzen an die Kugel und klärte an die Latte. Von dort sprang der Ball Richtung 5er, wo Steffen Tewes lauerte und mit einem lehrbuchartigen Kopfball vollstreckte. 5:0! (68.) Sein 3. Treffer an diesem Tag und sein 12. in der gesamten Saison. Somit sicherte sich Tewes neben der Torjägerkanone auch den Titel des Topscorers. Mit 12 Saisontreffern und einer Vorlage verwies er Eike Kannenberg auf den zweiten Platz (4 Tore, 6 Vorlagen). Doch dieser hatte auch Grund zur Freude, der mit 6 Assists wieder Vorlagengeber der Saison wurde. Mit dem Lattenkracher wurde Kannenberg vorsorglich ausgewechselt, um Lammert den zweiten Platz in der Torjägerliste nicht noch streitig zu machen. Danach durfte Kevin Jacoby den letzten Saisontreffer des TuS Godelheim bejubeln. Wieder von rechts dribbelnd, schloss die Nachverpflichtung aus dem Winter selbst ab. Sein Schuss rollte im kurzen Eck über die Linie. 6:0! (74.) In den restlichen gut 15 Minuten ließ der TuS dann die Defensivarbeit etwas schleifen. Der SV Nieheim/West, bei denen sich Spielertrainer Zänger mittlerweile eingewechselt hatte, wollte zumindest Ergebniskorrektur betreiben. Der TuS gewährte und so erzielte die Heimmannschaft noch zwei Ehrentreffer. Der erste von den beiden fiel durch einen Foulelfmeter, der andere nach passivem Abwehrverhalten. Somit gewann der TuS sein letztes Meisterschaftsspiel mit dem höchsten Saisonerfolg 6:2 (2:0).

Sicherlich war das Ergebnis zum Teil der Bedeutungslosigkeit und den Begleitumständen rund um das Schützenfest geschuldet. Es hätte aber bei höher Chancenverwertung auch noch in den zweistelligen Bereich gehen können.

 

Zum Abschluss noch einmal eine super Mannschaftsleistung und spielerisch der beste Auftritt der Lammert-Elf in dieser Saison. Im späteren Spiel kam der direkte Konkurrent um Platz 9, der SV Bredenborn, nicht über ein 3:3 Unentschieden hinaus. Somit sicherte sich der TuS Godelheim sein, nach dem frühzeitigen Klassenerhalt ausgegebenes, Ziel – Platz 9! Eine richtig starke Saison der Schwarz-Weißen.


Jacoby führt TuS zum Heimsieg

TuS Godelheim   3 : 2   SV Bredenborn

Am vergangenen Sonntag empfing der TuS zum letzten Mal in der B-Liga Saison 15/16 einen Gegner im Brunsbergstadion. Mit dem SV Bredenborn reiste ein Gegner an, der in der Tabelle zwar nur einen Platz über dem TuS stand, aber spielerisch einen deutlichen Sprung gemacht hat. Ebenso wie der TuS spielten die Bredenborner eine durchwachsenen Hinserie, sind aber stark aus der Winterpause gekommen und punkten seitdem kontinuierlich. Für den TuS hieß es nun, nach vielen Spielen gegen die Topmannschaften der Liga, die guten Leistungen auch gegen vermeintlich leichtere Gegner auf den Platz zu bringen. Die fehlende Kontinuität bemängelte Spielertrainer Lammert bereits mehrfach in der laufenden Spielzeit, schränkt aber auch ein: „Lieber schlecht kontinuierlich, als kontinuierlich schlecht.“ Obwohl für beide Mannschaften der Klassenverbleib bereits gesichert war, ging es in dem Spiel um einiges. Die Schwarz-Weißen wollten der treuen Anhängerschaft ein Spektakel zum Abschluss bieten und gleichzeitig die Chance auf einen einstelligen Tabellenplatz wahren. Dem Gegner ging es um Wiedergutmachung. Bereits die drei Punkte aus dem Hinspiel gingen, nach einem schnellen Tor von Stürmer Markus Groppe, an die Schwarz-Weißen die sich danach 89. Minuten auf das Verteidigen beschränkten und nicht recht glauben konnten, dass man das Spiel tatsächlich gewann. Bei herrlichstem Fußballwetter war also alles angerichtet für ein spannendes und nervenaufreibendes Spiel

Die Nethekicker spielten in gewohnter 4-3-2-1 – Formation mit Lammert an vorderster Front. Die Spielidee war dabei simpel wie effektiv: den Gegner früh in dessen Hälfte stören und zu langen Bällen zwingen. In der ersten halben Stunde neutralisierten sich beide Mannschaften größtenteils. Der Gegner hatte deutlich mehr Ballbesitz und mehr spielerische Elemente, konnte sich aber keine klaren Torchancen erarbeiten. Dafür arbeitete der gesamte Defensivverbund zu konzentriert. Die offensive des TuS beschränkte sich dabei über weite Teile auf das zulaufen von Räumen und setzte den ein oder anderen Nadelstich. Ein solcher Nadelstich führte in der 34. Minute zur durchaus überraschenden Führung des TuS. Kevin Jacoby wurde auf dem rechten Flügel in Szene gesetzt, nutzte seine deutlichen Geschwindigkeitsvorteile und brachte den Ball mustergültig in den Strafraum, wo Lammert den Ball per Direktabnahme in die Maschen drosch. 1:0!

Sichtlich beeindruckt vom Gegentreffer war der Gegner aus Bredenborn darauf bedacht schnell den Ausgleich zu erzielen. In der Vorwärtsbewegung verlor man jedoch den Ball, der seinen Weg zum durchgestarteten Jacoby fand, Flanke, Direktabnahme durch Lammert - 2:0!!! Und das nur zwei Minuten nach der Führung. Das Tor war eine regelrechte Kopie des 1:0 und stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Konnte man dem TuS in vielen Spielen vorwerfen Chancen nicht zu nutzen, nutzte man in diesem Spiel gleich die ersten beiden Chancen zur 2:0 Führung. Mit der überraschend deutlichen Führung ging es in die Halbzeit.

In der zweiten Spielhälfte beschränkte sich der TuS zunächst auf die Defensive und überließ dem Gegner weite Teile des Feldes und den Ball. Dabei machte Lammert sein Versprechen wahr, dass jeder Spieler in den letzten beiden Spielen noch einmal auf seine Minuten kommt und rotierte. Bis zur Mitte der zweiten Hälfte sah es nach einem sicheren Sieg für den TuS aus. Doch die laufende Saison zeigte oft, dass sich der TuS ganz gut selbst schlagen kann. Der Anschlusstreffer fiel nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und einer starken Einzelleistung der Gäste. (68.) Danach kam, wie so oft in der Vergangenheit, Verunsicherung und Nervosität ins Spiel. Anstatt das Spiel zu beruhigen, agierte man hektisch. Mit dem Wiederanpfiff verlor man den Ball erneut in der Vorwärtsbewegung und kassierte den zweiten Treffer. (69.) Dabei muss der TuS sich erneut vorwerfen lassen, in unmöglichen Situationen trotzdem auf den starken Fuß zu beharren und nicht auf den Schwächeren zu vertrauen. Ein kleines aber feines Problem, was sich jedoch bis in den Profifußball zieht. So brachte sich der TuS innerhalb weniger Minuten um den sichergeglaubten Sieg. Beflügelt von den zwei Toren fing der Gast wieder an Fußball zu spielen und setzte den TuS sofort mächtig unter Druck. Doch an diesem Tag war Fortuna Schwarz-Weiß. Es machte den Anschein Sieg Bredenborn oder Remis. Doch der Mann des Tages hatte etwas dagegen. In der 85. Minute zeigte der TuS seine größte Stärke, das Kontern! Kevin Jacoby wurde mustergültig auf die Reise geschickt, enteilte seinen Gegenspielern und schloss aus rund 11 Metern ab. Konnte der Torwart den ersten Schuss noch abwehren, war er beim Nachschuss machtlos. 3:2! (85.) Danach passierte nichts mehr und der TuS gewann das Spiel denkbar knapp.

 

Am Ende gewann man beide Spiele gegen den SV Bredenborn ohne dabei die dominierende Mannschaft zu sein. Mit zwei Vorlagen und einem Treffer war Kevin Jacoby natürlich Man of the Match, aber auch Lammert traf wie in seinen besten Zeiten. Trotzdem ist der SV Bredenborn ein Paradebeispiel, wie man trotz anfänglicher Probleme spielerische Elemente in seinem Spiel einbauen kann. Das hat der Gegner dem TuS klar voraus.

Das letzte Spiel der Saison findet am kommenden Samstag in Oeynhausen statt. Anstoß ist bereits um 13 Uhr und auch in diesem Spiel freut sich der TuS auf die tolle Unterstützung durch seine Fans. Wiedergutmachung für die 0:2 Niederlage ist angesagt. Holen wir uns Platz 9!


Spitzenreiter besteht im Brunsbergstadion

TuS Godelheim   0 : 2   SV Steinheim

Es war das einfachste Spiel der Saison. Der TuS hat den Klassenerhalt 3 Spieltage vor Saisonende sicher und gegen den Ligaersten aus Steinheim rechnete Niemand mit einem Punktgewinn. Somit konnte die Lammert-Elf völlig befreit in dieses Match gehen. Doch das war keineswegs Grund dafür, dass Spiel herzuschenken. Die Schwarz-Weißen wollten in ihrem vorletzten Heimspiel, nach den zuletzt starken Leistungen gegen die Topteams, auch am gestrigen Freitag wieder Vollgas geben und die nächste Überraschung landen. Thorsten Lammert musste neben den Verletzten Mogge, de Wit, Davies, Nowinski und J.Kirchhoff auch auf Elsner, Schoepke, Lüdeke und L. Kirchhoff verzichten. Dennoch schlug sich der TuS beachtlich…

Aus der gewohnten 4-1-4-1 Grundformation standen die Godelheimer gewohnt kompakt und machten die Räume eng. Trotzdem störte man den Gegner falls möglich in der gegnerischen Hälfte. Doch man merkte wieso der SV Steinheim der unangefochtene Spitzenreiter der Liga ist. Wo andere Teams verzweifelt die Bälle hinten rumspielten und nicht den Mut durch die Mitte hatten, kombinierten die Grünen mit einer Ballsicherheit, die in der B-Liga seines gleichen sucht. Trotzdem war spätestens beim sehr zweikampfstarken Daniel Kannenberg vor der Abwehr Schluss. Somit versuchte es der Gast immer wieder mit Diagonalbällen in den Strafraum, die aufmerksam von Potthast und Lödige abgewehrt wurden. Natürlich hatte der SV Steinheim deutlich mehr vom Spiel und sicherlich an die 70% Ballbesitz. Trotzdem setzten sich die Schwarz-Weißen ein ums andere Mal in der gegnerischen Hälfte fest. Ein wirklicher Torschuss kam leider nicht zustande. Nach 29. Minuten wurde dann der erste kleine Fehler knallhart vom SV bestraft. Im Mittelfeld schaffte man es nicht frühzeitig zu stören und der Spieler schlug einen seiner zahlreichen Diagonalbälle in den Strafraum. Einmal war die Defensive nicht ganz da und der Ball kam zum Goalgetter Pascal Hannibal, der den Ball, aus abseitsverdächtiger Position, versenkte. 0:1! (29.)

Geschockt vom 0:1 fiel direkt nach Wiederanpfiff fast das 0:2. Doch Schlussmann Carsten Schmitz erwischte einen Spitzentag und entschärfte einen schweren Torschuss glänzend. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause, in der trotz des Tores auf eine doch überzeugende Leistung geschaut wurde.

Wie in den letzten Wochen kam der TuS dann wiedererstarkt aus der Pause. Plötzlich hatte man deutlich mehr Offensivszenen und ganz wichtig, Torabschlüsse! Tewes verzog mit seinem ersten Schuss jedoch noch deutlich. Doch in der Folge wurden die Chancen größer und der Ausgleich war möglich. Thorsten Lammert scheiterte nach toller Flanke von Kevin Jacoby nur knapp an einem Kopfball. Auch am Boden hatte der Spielertrainer kein Glück. Immer wieder gut freigelaufen, fanden seine Abschlüsse nicht das gewünschte Ziel. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste wieder dominanter und langsam machten sich beim TuS die Angeschlagenen bemerkbar. Das hohe Tempo im Mittelfeld konnte nicht mehr mitgegangen werden. Carsten Schmitz musste ein ums andere Mal sein ganzes Können unter Beweis stellen. Mit dem zweiten wirklichen Fehler half aber auch das dann nicht mehr. Nach eigener Offensivaktion war die linke Seite des TuS unbesetzt. Ein langer Ball, kurze Abstimmungsprobleme und der Steinheimer kam frei zum Flanken. Der zweite Stellungsfehler der Defensive und wieder Hannibal, bedeuteten das 0:2. (60.) Doch wo sich der TuS oftmals schon in der Folge aufgab und sich eine kuraschierte Leistung selbst zunichtemachte, blieb man am gestrigen Tag standhaft. Jeder Spieler gab bis zur 90 Minute alles und verlangte dem SV Steinheim alles ab. Mit einem Freistoßkracher aus gut 28 Metern an den Außenpfosten war Eike Kannenberg dem Anschlusstreffer wohl am nächsten. Die Kugel wollte aber nicht ins Tor und so gewann der SV Steinheim die Partie mit 0:2.

 

Mit ein wenig veränderten Vorzeichen und etwas mehr Glück wäre auch gegen den Spitzenreiter gut und gerne ein Remis drin gewesen und auch nicht komplett unverdient. Die kleinen Fehler die man anbot wurden sofort bestraft, ganz im Stile einer Spitzenmannschaft. Dem SV Steinheim fehlt nun 1 Punkt zum endgültigen Aufstieg. Trotzdem zeigte die Leistung zum wiederholten Mal, dass mit dem TuS im Brunsbergstadion immer zu rechnen ist. Die Atmosphäre durch die Fans in Kombination mit dem kleinen Platz schafft es die Spieler zu Höchstleistungen anzutreiben.


TuS mit deutlicher Niederlage

TuS Godelheim   1 : 7   SV Alhausen/Reelsen/Pömbsen

Der TuS Godelheim wollte im gestrigen Spiel gegen den SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen den letzten Schritt gehen und den fehlenden Punkt für den Klassenerhalt einfahren. Außerdem wollte man endlich mal nach einem Husarenritt wie gegen den SV 23 Drenke oder auch den TuS Amelunxen diese Leistung bestätigen. Trotz der Mittwoch-Abend Ansetzung hatte Lammert bis auf Schoepke (Studium), Özdemir (Sperre), Mogge, Groppe & de Wit (alle angeschlagen) eine schlagfertige Truppe beisammen. Die Marschrute war klar. Den Gegner in der eigenen Hälfte attackieren und mit Leidenschaft die Zweikämpfe führen…

Die ersten 10 Minuten waren wechselhaft. Mit Anpfiff kam der Gast aus Alhausen/Pömbsen/Reelsen gleich zu seiner ersten Chance. Dieser war eine Unkonzentriertheit der Defensive vorausgegangen, die den Ball nach Eroberung leichtfertig herschenkte. Danach war der TuS mit seiner ersten und für lange Zeit einzigen Chance dran. Nach einem tollen Steilpass auf Kevin Jacoby brachte der den Ball auf den Fünfer. Dort stand Wilhelm Lödige, der nur knapp verpasste. In der Folge kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Die Schwarz-Weißen liefen immer mehr der Musik hinterher und die Unkonzentriertheit wurde bitter bestraft. In der 16. Minute ging der SV durch einen Kopfballtreffer nach Freistoß in Führung. Wie so oft in der Saison war man einfach nicht konsequent mit dem Gegner mitgelaufen. Ein einfaches Einstellungsproblem, welches immer wieder für Gegentore führt. Danach stand man etwas besser, ohne aber selbst gefährlich zu werden. Es war ein blutleerer Auftritt der Lammert-Elf. Die Zweikämpfe, die man so leidenschaftlich führen wollte, gingen größtenteils verloren. Zweite Bälle gingen, mangels einer guten Raumaufteilung, alle an den Gegner. Das ganze Spielsystem, welches gegen 3 der oberen 4 der Tabelle so gut funktionierte, passte hinten und vorne nicht. Positionen wurden nicht eingehalten und in der Folge konnte der TuS sein ganzes Spiel über Bord werfen. Nach einer guten halben Stunde bekam der SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen einen Strafstoß, den sie zum 0:2 nutzten. (31.) Nur Augenblicke danach brach der TuS völlig auseinander. Eines der zahlreichen und absolut unnötigen Fouls im Halbfeld führte zur Wiederholung des 1. Tors. Freistoß, Kopfball, Tor. 0:3! (33.) Das Spiel war gelaufen und der TuS rettete sich mit diesem Ergebnis in die Halbzeit. Dort wurde nüchtern analysiert und motiviert. Es ginge nun in Halbzeit Zwei um Schadenbegrenzung.

Aus der Pause kam man so, wie man sich das schon ab Beginn an vorgestellt hatte. Man war bissig in den Zweikämpfen und die Raumaufteilung war durch Umstellungen viel besser. Der TuS war am Drücker. Immer wieder suchte man den Abschluss, hatte aber kein Glück. Wie es an solch einem Tag dann läuft, erzielte der Gast das 0:4. (61.) Trotzdem ließ man sich davon nicht entmutigen und machte weiter. Nur eine Minute nach dem 4. Gegentreffer netzte man nun endlich selbst. Eike Kannenberg verwandelte einen Freistoß aus gut 20 Metern direkt. 1:4! (62.) Es keimte Hoffnung auf, denn nur kurz danach hatte Thorsten Lammert eine große Chance das Ergebnis zu verkürzen. Der Spielertrainer scheiterte jedoch am souveränen Keeper der Gäste. Nach dieser Drangphase war dann 10 Minuten später die Luft endgültig raus. Eike Kannenberg, der den Anschlusstreffer machte, verschuldete das 5. Gegentor. Sein Rückpass auf Schmitz wurde abgefangen und landete im Tor - 0:5. (71.) Trotz mangelnder Anspielstationen muss der Ball zur Not einfach ins Seitenaus geklärt werden. In der Folge reite sich dann auch Keeper Schmitz in die lange Reihe der Fehlerquellen ein. Beim 6. Gegentor hatte er eine Flanke nicht festhalten können und sah sehr unglücklich aus. (79.) Doch Schmitz war nur einer von 14 Spielern, die heute nicht annährend an ihre Normalform herankamen. So setzte der SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen noch einen 7. Treffer oben drauf und gewann das Spiel völlig verdient auch in dieser Höhe.

 

Der TuS verpasst somit den Klassenerhalt und muss nun im nächsten Spiel gegen den SV Steinheim wieder alles raushauen. Der Gegner kombinierte an diesem Tag einfach stark und war haushoch überlegen. Dennoch muss man das Einstellungsproblem in den Griff kriegen und auch gegen Mannschaften aus eigenen Regionen mit 120% zur Sache gehen. Es reicht nicht wenn 2-3 Spieler einen Gang zurückschalten, in dem Glauben, dass es gegen untere Mannschaften so funktioniert. Wenn das dann 14 Spieler tuen gibt es eine Packung wie das Spiel eindrucksvoll gezeigt hat. Trotzdem war es wieder eine überaus faire Partie, in der Fehlentscheidungen korrigiert wurden. So macht Fußball Spaß, jetzt muss nur noch das Ergebnis stimmen.

Der TuS wird sich nicht verrückt machen lassen und sich auf seine Stärken besinnen. Die Spieler regenerieren nun über das lange Wochenende nach den zuletzt anstrengenden Wochen und werden sich konzentriert auf den SV Steinheim vorbereiten. Dann will man wieder alles raushauen um den nächsten „Großen“ zu ärgern. Anstoß ist am Freitag, den 13. Mai um 18:30 Uhr im Brunsbergstadion.


Durch ein 12:1 Sieg des TuS Lütmarsen gegen die Reserve der SpVg 20 Brakel kann die Mannschaft von Trainer Thorsten Lammert rechnerisch nicht mehr absteigen. Damit ist der Klassenerhalt und das ausgegebene Saisonziel zwei Spieltage vor Saisonende erreicht.

 

Der TuS möchte sich schon jetzt bei den zahlreichen Fans für die grandiose Unterstützung bedanken. Egal ob Heim- oder Auswärtsspiel, egal ob Berg- oder Talfahrt, IHR wart immer da - Der Klassenerhalt ist auch euer Verdienst!

 

Die letzten drei Spiele will man nun versuchen den momentanen einstelligen Tabellenplatz zu sichern. Los geht es mit dem Spiel am Freitag gegen den SV Steinheim.

Lasst uns den Klassenerhalt feiern und für einen weiteren Achtungserfolg sorgen!


TuS besiegt Überraschungsteam

TuS Godelheim   1 : 0   SV 23 Drenke

Der ein oder andere Spieler und Anhänger der Schwarz-Weißen wird zweimal auf den Spielplan geguckt haben um sicher zu gehen, dass am Tag der Arbeit auf dem Rasen im Brunsbergstadion tatsächlich gearbeitet wird. Am gestrigen Sonntag empfing die Lammert-Elf das Überraschungsteam der Liga. Mit dem SV 23 Drenke gastierte der Tabellenzweite der B-Liga Nord. Der Aufsteiger spielt eine herausragende Saison und konnte sogar der Übermannschaft aus Steinheim den Schneidabkaufen und drei Punkte holen. Doch gerade als das Aufstiegsrennen nochmal spannend zu werden schien, verloren die Gäste beim TuS aus Hembsen deutlich mit 0:5. Trotz dieser deutlichen Niederlage, reiste der SV als klarer Favorit an, was nicht heißen sollte, dass der TuS bereit war die Punkte kampflos herzuschenken. Unter der Woche hat die Mannschaft die klare Niederlage in Lütmarsen gut verarbeitet und hat sich konzentriert auf dieses wichtige Spiel vorbereitet. Es fehlten vor der Partie nach wie vor 4 Punkte zum sicheren Klassenverbleib. Doch die jüngste Vergangenheit zeigte, dass die nötigen Punkte auch gegen die „Großen“ geholt werden können. In der Außenseiterrolle fühlen sich die Nethekicker weitaus wohler und schaffen es häufiger ihr Spiel aufzuziehen. Die Personalsituation hatte sich im Vergleich zur Vorwoche nur minimal verbessert. Mit Tewes, Kirchhoff, Jacoby, Davis, Mogge, Lüdeke und De Wit fehlten dem Trainer einige wichtige Spieler zu Beginn des Saisonendspurts, wohingegen Jerry Konneh nach abgeleisteter Rotsperre ebenso zur Verfügung stand wie Michael Stadermann. Allen personellen Widrigkeiten zum Trotz gelang es Lammert erneut eine schlagfertige Elf auf den Platz zu bringen. In der Breite ist der TuS in dieser Saison gut aufgestellt und kann eine ganze Reihe von Spielern ohne erkennbaren Qualitätsverlust ersetzen.

 

Wie so oft in dieser Saison agierte der TuS gegen spielstarke Gegner aus einer 4-1-4-1 Grundordnung. Diese Formation setzt sich immer mehr durch. Die Spieler haben die Laufwege verinnerlicht und wissen genau was zu tun ist. Die Müdigkeit beim Aufwärmen, sicherlich der Schützenfestnachfeier am Vorabend geschuldet, war mit Anpfiff wie weggeblasen. Denn die Mannen um Thorsten Lammert waren sofort da. Der Plan den Favoriten schon in der gegnerischen Hälfte zu stören ging voll auf. Von Beginn an war man in den Zweikämpfen, schenkte dem Gast keinen Zentimeter und lief die Spieler konsequent an. Immer wieder blickte der aufspielende Innenverteidiger ratlos hinein, bevor er einen langen Ball schlagen musste. Diese Bälle wurden jedoch abgefangen, die Kombinationen durch die Zentrale sofort unterbunden. Man merkte, dass jeder Spieler hellwach war und mit großer Leidenschaft den Ball erobern wollte. Mit Miyanji, der unzählige Zuspiele verhinderte, Konneh der immer wieder für den Umschaltmoment sorgte oder das Innenverteidiger-Duo mit Potthast & Elsner, die die langen Bälle immer wieder gestaffelt klärten sind nur 3 Beispiele genannt. Am Ende kann man jeden einzelnen Spieler herausnehmen und ihm eine hervorragende Leistung attestieren. Nach etwa 10 Minuten wurde der SV 23 Drenke ungeduldig. Sie fanden keinen Weg nach vorne und es schlichen sich kleine Fehler im Aufbauspiel ein. Diese nutzte der TuS sofort. In der 20. Minute nahm sich Eike Kannenberg ein Herz und schoss aus rund 25 Metern aufs Tor. Der Schuss mit seinem schwächeren Rechten war aus der Not und eigentlich keine echte Torchance. Doch unter starker Mithilfe des gegnerischen Torwarts fand der Ball seinen Weg ins Tor. 1:0, das Brunsbergstadion stand Kopf! Kannenberg, der erst seit der Rückrunde einsatzfähig ist, erzielte schon sein 3. Tor und hatte in der Situation das Glück, welches gegen den SV Nieheim/West versagt blieb. Der Gegner aus Drenke zeigte sich vom Gegentreffer beeindruckt und brachte in der Folge nicht viel zustande. Der TuS erarbeitete jedoch weitere gute Möglichkeiten die aber nicht genutzt werde konnten. So scheiterte Thorsten Lammert einmal nur knapp am herausstürmenden Torwart, ein zweites Mal nach tollem Solo. Zudem grüßte einmal mehr das Aluminium nach Jonas Schoepkes´ Distanzschuss. Das 1:0 war trotz weniger Ballbesitz durchaus verdient. Kurz vor der Halbzeit kam dann der SV 23 Drenke in eine kleine Drangphase. Die erste brenzlige Situation war ein Freistoß, den Carsten Schmitz nicht festhalten konnte. Nutzte Nieheim einen solchen Abpraller vor zwei Wochen noch zur Führung, war man heute wacher und ging in Person von Kim Miyanji konsequent hinterher. So konnte der einschussbereite Gegenspieler noch entscheidend gestört werden. Mit dem Pausenpfiff musste Schmitz dann sein ganzes Können unter Beweis stellen und einen Schuss aus spitzem Winkel an den Pfosten klären. Mit einem sonst ungefährdeten 1:0 ging es in die Halbzeit.

 

Schon oft verschlief der TuS nach solchen guten Leistungen den Beginn der zweiten Halbzeit. Doch dieses Problem scheint endgültig behoben zu sein. Wie gegen den TuS Amelunxen kam man wie die Feuerwehr aus der Kabine. Denn nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Schwarz-Weißen die große Chance auf das 2:0. Schoepke zündete den Turbo und durchlief die Schnittstelle. Stürmend von halbrechts schaffte er es nicht den Ball zu treffen und somit den einschussbereiten Lammert zu finden. Stattdessen kullerte der Ball in die Arme des Torwarts. Trotzdem eine tolle Aktion und ein super Start in Abschnitt Zwei. Mit zunehmender Spieldauer beschränkte man sich immer mehr zu verteidigen. Trotz spielerischer Überlegenheit, fanden die Gäste kein Mittel um gefährlich vor das Tor zu kommen. Die Zentrale mit Schoepke und den Kannenbergs ackerte unermüdlich. Immer wieder verschob die gesamte Mannschaft konsequent und machte die Räume zu. Eine gute Gelegenheit des TuS gab es nach einem Konter. Thorsten Lammert machte erneut einen Ball gut fest und legte auf Kannenberg ab. Der schickte wiederum Lammert steil. Am Ende der Kombination landete die Flanke jedoch nicht wieder bei Kannenberg, sondern beim Keeper. Die letzte Torchance war einer von Kannenbergs´ 40-Meter-Freistößen, den der Torhüter gerade so Parieren konnte. Bis kurz vor Schluss hatte der Favorit aus Drenke keine ernsthafte Torchance mehr. Aber mit der Schlussminute musste Schmitz noch einmal einen gefährlichen Freistoß entschärfen. Nach 93 Minuten pfiff der Schiedsrichter ab und die Freude kannte keine Grenzen mehr. Die Mannschaft und wieder einmal zahlreiche Fans feierten den Sieg.

 

Erneut konnte man eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel durch eine geschlossene Teamleistung besiegen. Von Minute 1 bis Minute 93 war jeder Spieler total fokussiert. Jeder einzelne ging mit absolutem Willen in die Zweikämpfe. Fehler im Stellungsspiel wurden sofort von den Anderen zugelaufen und ausgebügelt. Doch an dieser Stelle auch ein Lob an denSV 23 Drenke. Ein absolut fairer Gegner, der auch in Rückstand die Fehlentscheidung des Schiedsrichters korrigiert. Klasse Einstellung und immer wieder eine tolle Begegnung. Das Brunsbergstadion gleicht allmählich einer Festung und der TuS wird zum Favoritenschreck. Die Heimbilanz gegen die Big Five ist sehenswert. Lediglich der TuS Hembsen (1:2) und der TuS Lütmarsen (0:1) konnten knappe Siege einfahren. Der TuS Amelunxen (2:0) und der SV Drenke (1:0) mussten mit Niederlagen nach Hause. Der SV Steinheim muss sich dann Freitag in einer Woche im Brunsbergstadion bewähren. Mit dem nächsten Dreier hat der TuS außerdem einen riesen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Nun fehlt lediglich ein Punkt zum Saisonziel. Diesen wollen die Spieler schon am kommenden Mittwoch einfahren. Dann geht es Zuhause gegen die Mannschaft aus Alhausen/Pömbsen/Reelsen. Der TuS Godelheim freut sich daher erneut auf die volle Unterstützung seiner Fans.


Rabenschwarzes Wochenende

TuS Godelheim   0 : 2   SV Nieheim/West

TuS Lütmarsen   6 : 0   TuS Godelheim

Am Ende dieses Wochenendes, an dem der TuS gleich zwei Spiele zu bestreiten hatte, stehen null Punkte auf der Habenseite und dabei 8:0 Gegentore. Das Wochenende wurde eingeläutet mit der mehr als unglücklichen 2:0 Niederlage gegen Nieheim/West. Vor heimischem Publikum fanden die Schwarz-Weißen Nethekicker die ersten 20. Minuten nicht statt. Zu beeindruckt war man offensichtlich noch vom Überraschungscoup gegen Amelunxen. Der Gegner stand dabei sehr tief gegen die Lammert Elf, zwang diese so das Spiel zu gestalten und wartete auf Kontermöglichkeiten. So recht wusste man mit der Situation nicht umzugehen und spielte reihenweise lange Bälle die nur selten einen Abnehmer fanden. Das Gegentor fiel dann recht unglücklich nach einem Freistoß. Carsten Schmitz, der den derzeit verletzten Marcel Mogge im Tor ersetzt, konnte einen Freistoß nicht festhalten und ließ den Ball in die Mitte zurück prallen. Dort stand ein Nieheimer und hatte leichtes Spiel den Ball ins Tor zu bugsieren. Der Treffer zeigte seine Wirkung und in der Folge spielten die Godelheimer besser mit, kamen in der ersten Hälfte aber zu keiner nennenswerten Chance mehr. In der zweiten Hälfte war es dann ein Spiel auf ein Tor. Der TuS kontrollierte Ball und Gegner, fand aber keine richtigen Mittel für das letzte Spielfelddrittel. Dennoch kam man zu einigen sehr guten Torchancen die allesamt ungenutzt blieben. Zweimal rettete der Pfosten und einmal der Keeper nach sehenswerten Schüssen von Eike Kannenberg. Der Ball wollte an diesem Tag einfach nicht ins Tor. Am Ende hat der TuS aufgemacht und kassierte mit dem Abpfiff das 2:0. Insgesamt war es nicht die beste Leistung der Schwarz-Weißen und man verpasste es den Abstand auf das Tabellenende zu vergrößern. Doch am Sonntag sollten die Mannen rund um Spielertrainer Lammert eine weitere Chance bekommen, auf der Asche in Lütmarsen, ein weiteres Spitzenteam aus der Liga zu ärgern. Die personellen Vorzeichen hätten allerdings schlechter nicht stehen können. Neben De Wit und Miyanji, die sich im Spiel gegen Nieheim/West verletzten, fehlten auch Lammert, Tewes und Schmitz. Zu allem Überfluss verletzte sich Lars Kirchhoff beim aufwärmen, sodass Florian Lüdeke und Raffael Gerdemann ihre diesjährigen Start-Elf Debüts feiern konnten. Durch den kurzfristigen Ausfall von Schmitz kam Markus Groppe zu seinem zweiten Einsatz im Tor der TuS in dieser Saison während Schoepke als einzige Sturmspitze fungierte. Der TuS stand zunächst gut gegen einfallslose Lütmarser, kam seinerseits aber auch nicht zu nennenswerten Offensivaktionen. Die Führung für die Heimmannschaft fiel, wie schon oft in dieser Saison, unglücklich. Dustin Potthast bekam einen Ball an die Brust, konnte diesen nicht kontrollieren und der Gegner staubte aus kurzer Distanz ab. In der Folge versuchten die Schwarz-Weißen Ball und Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. Dies gelang auch ganz gut, dennoch fiel das 2:0 noch vor dem Halbzeitpfiff. Nach der Halbzeit kassierte der TuS weitere vier Treffer, drei davon jedoch irregulär und durch klare Fehlentscheidungen des Schiedsrichters begünstigt. Am Ende war es eine klare, in den Toren aber zu Hohe Niederlage für den TuS. Jetzt heißt es in der kommenden Woche konzentriert weiterarbeiten, denn am kommenden Sonntag empfängt man das Überraschungsteam aus Drenke. Mit dem 1:0 Sieg des SV Drenke gegen Steinheim am gestrigen Sonntag wird der Aufstiegskampf nochmal spannend. Doch der TuS wird sich nicht kampflos ergeben. Dazu baut er wieder auf die zahlreiche Unterstützung seiner Fans.


DERBYSIEG

TuS Godelheim   2 : 0   TuS Amelunxen

Die Vorzeichen standen am gestrigen Sonntag nicht sehr gut. Mit dem TuS Amelunxen war nicht nur eine spielstarke Mannschaft zu Gast im Brunsbergstadion, zu allem Überfluss standen Spielertrainer Lammert nur 13 Mann zur Verfügung. Neben dem langzeitverletzten Timothy Davis fehlte auch der erkrankte Kevin Jacoby sowie Steffen Tewes und Dustin Potthast. Nach seiner roten Karte, steht Jerry Konneh seiner Mannschaft für zwei weitere Spiele nicht zur Verfügung. Während des Aufwärmens verletzte sich außerdem die nominelle Nummer Eins im Tor der Schwarz-Weißen. Für Mogge war das Spiel beendet bevor es überhaupt anfing. Lammert musste nun also improvisieren. Nachdem Markus Groppe die letzten Wochen verletzt gefehlt hat, sollte er gegen Amelunxen wieder einige Spielminuten bekommen. Am Ende wurden es 90 Minuten für den Stürmer der Nethekicker, die er allerdings allesamt im Kasten verbrachte. Bereits in der Vergangenheit hat Groppe im Kasten ausgeholfen und dabei stets eine gute Figur abgegeben. Mit nun nur noch 11 Feldspielern und Michel Nowinski auf der Ersatzbank startete die Lammert-Elf in die Mission Wiedergutmachung. Denn das Hinspiel verlor man klar mit 0:8 und auch die unglückliche Niederlage des vergangenen Wochenendes war noch in den Köpfen der Spieler. Nichts desto trotz konnte der TuS befreit aufspielen, denn niemand rechnete ernsthaft mit einem Punktgewinn der Schwarz-Weißen gegen Amelunxen, die den Kontakt zur Spitzengruppe wahren wollten. Doch der TuS kann es vor heimischer Kulisse jedem Gegner schwermachen, solange man sich auf seine Stärken besinnt. Unlängst erst wurde diese Stärke treffend beschrieben: „Der Star beim TuS ist die Mannschaft“ und mit einer geschlossenen und engagierten Leistung ist im Brunsbergstadion immer alles drin…

Im Vergleich zur Vorwoche veränderte sich die Aufstellung nur auf zwei Positionen. Für den gesperrten Konneh spielte Jasper de Wit und Lars Kirchhoff rückte für Dustin Potthast in die Startelf. Der TuS agierte aus einer 4-1-4-1 Grundformation mit Lammert an vorderster Front. In den ersten Spielminuten war der TuS um Ordnung bemüht. Hinten sicher stehen und vorne Nadelstiche setzen war die vom Trainer ausgewiesene Devise. Dies setzte die Mannschaft auch bisweilen sehr gut um. Einzig in der fünften Spielminute kam der Gegner gefährlich vor den Kasten von Groppe. Dieser vereitelte ein frühes Gegentor jedoch überragend. Von da an war der Defensivverbund rund um Miyanji, Elsner, Lödige und Kirchhoff aufmerksam und ließ nicht sehr viel zu. Mit zunehmender Spieldauer erarbeiteten sich die Schwarz-Weißen etwas mehr Spielanteile. Zwar ließ das Geläuf kein großartiges Kurzpassspiel zu, aber dennoch hatte man einige Torraumszenen. Nach einer Kombination tankte sich Özdemir durch und stand urplötzlich frei vorm Keeper. Seinen rechten Fuß hat der junggebliebene Routinier aber leider nur zum Stehen, sodass er aus 5 Metern vergab. Auch sein zweiter Abschluss war nicht erfolgsversprechend. Doch bei den Chancen hatte der TuS nun Übergewicht und nach einer Ecke hatte Jasper de Wit die große Möglichkeit zur Führung. Beim Versuch den Ball zu treffen trat der Ire ein Luftloch und verpasste denkbar knapp die Kugel. Nichtsdestotrotz machte Japser de Wit in seinem ersten Spiel über 90 Minuten eine überragende Figur und setzte den Gegner immer wieder unter Druck. Bei einem 35-Meter Kracher von Eike Kannenberg kam dann noch Pech dazu. Er nagelte einen Freistoß an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Seitenaus rollte. Ein weiterer Distanzschuss von Kannenberg verfehlte ein weiteres Mal sehr knapp den Kasten. Mit dem Gefühl eine gute erste Halbzeit gespielt zu haben ging es torlos in die Pause. Auch Trainer Lammert war mit den ersten 45. Minuten sehr zufrieden. Wenn man die zweiten 45. Minuten derart konzentriert und konsequent weiterspiele, sei alles möglich so Lammert. Ein Derby schreibe bekanntlich seine eigenen Geschichten. Lammert sollte Recht behalten.

Denn mit Wiederanpfiff legte der TuS los wie die Feuerwehr. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß die erste große Gelegenheit. Wieder war es Jasper de Wit, der sich einen Ball erkämpfte. Lammert und Özdemir spielten die Abwehr rund und die Flanke ging nur Zentimeter an den Stürmern vorbei. Der Führungstreffer lag in der Luft und sollte nicht lange auf sich warten. Denn nur eine Spielsituation später war es dann soweit. Thorsten Lammert wurde nach einer tollen Kombination mustergültig von Jonas Schoepke geschickt. Der Spielertrainer bewahrte Ruhe und netzte zur Führung. (47.) Das Brunsbergstadion stand Kopf.

In der Folge spielte der TuS weiter mit und stand hinten sicher. Nach seinem Pfostentreffer aus der ersten Halbzeit machte es Eike Kannenberg in der 70. Minute dann besser. Ein langer Ball des TuS fand zunächst keinen Abnehmer Doch anstatt abzuschalten, presste de Wit weiter vorne drauf und zwang die Amelunxer über den Torwart zu spielen. Dieser klärte den Ball schlecht und rund 25 Meter vor dem Tor genau Kannenberg in die Füße. Der Mittelfeldstratege fackelte nicht lange und drosch den anrollenden Ball direkt ins leere Tor. 2:0! (70.) Das Brunsbergstadion platzte nun vor Jubel.

Mit einer 2:0 Führung ging es in die Schlussphase. Die Gäste machten mit zunehmender Spieldauer auf wodurch sich Räume für Konterchancen ergaben. Eine der Chancen vergab Schoepcke knapp. Einen scharf vors Tor gespielten Ball schob er Zentimeter am Tor vorbei. Die letzte Kontergelegenheit hatten Eike Kannenberg und Jasper de Wit. In einer 2-gegen-1-Situation verlor Kannenberg jedoch die Ruhe und spielte zu früh ab. Der Schuss ging am Kasten vorbei. Die vergebenen Chancen sollten sich jedoch an diesem Tag nicht rächen. Zwar kam der Gast aus Amelunxen in den letzten Minuten noch zu drei Standardsituationen. Doch Groppe hatte seine Vorderleute im Griff und auch er war nicht zu überwinden an diesem denkwürdigen Sonntag. Mit den letzten Spielszenen rührte der TuS Beton an. Die Fans jubelten bei jedem gewonnenen Zweikampf. Nach 94 gespielten Minuten pfiff der Schiedsrichter ab. Der Jubel brach aus allen heraus und es halte „Derbysieger, Derbysieger!“ durchs Rund.

Der TuS behält die Punkte dank seiner besten Saisonleistung verdientermaßen Zuhause und ist Derbysieger! Die Spieler nahmen von der ersten bis zur letzten Minute das Derby an. Mit Leidenschaft kämpften die Schwarz-Weißen um jeden Zentimeter. Gingen hart, entschlossen aber fair in die Zweikämpfe und kauften somit den favorisierten Gästen den Schneid ab. Alle 12 eingesetzten Spieler überzeugten mit einer durchweg starken Leistung. Es war eine Einheit auf dem Platz, die die Fehler eines Einzelnen sofort ausbügelte. Zu dieser Gemeinschaft gehören auch die Fans, die diese herausragende Leistung mit ihrer lautstarken Unterstützung abrundeten. Ein packendes Derby!

 

Mit nunmehr 20 Punkten steht der TuS wesentlich besser da als noch zum Ende der Hinserie. Am kommenden Freitag um 18:30 empfängt der TuS nun den Tabellennachbarn aus Nieheim/West. Auch hier heißt es wieder alles in die Waagschale zu werfen und mit Kampf und Leidenschaft die Punkte 21,22 und 23 einzufahren. Noch hat der TuS in dieser Saison nichts erreicht. Dem Ziel Klassenerhalt ist man zwar ein Stück näher, aber sicher ist dieser noch lange nicht. Mit einer Leistung wie am Sonntag wird es aber jeder Gegner schwer haben gegen die Lammert-Elf. Der TuS freut sich auch am Freitag wieder auf die unglaublich wichtige Unterstützung seiner Schwarz-Weißen Anhängerschaft und wünscht allen Fans einen guten Start in die Woche.


TuS verschenkt Punktgewinn

SV Albaxen   2 : 1   TuS Godelheim

Am gestrigen Sonntag reisten die Schwarz-Weißen zum Auswärtsspiel nach Albaxen. Beide Mannschaften trennen in der Tabelle zwar nur ein Platz, aber fünf Punkte. Nach der 1:3 Niederlage auf dem heimischen Geläuf im Hinspiel hatte der TuS noch einiges gut zu machen. Durch den wichtigen Sieg am letzten Wochenende hat der TuS sich zwar etwas Luft im Abstiegskampf verschafft, muss aber weiter punkten um mit dem Abstieg frühzeitig nichts mehr zu tun zu haben. Mit vielen Ambitionen wollte man also in das Spiel starten und von Anfang an zeigen wer die Punkte mitnehmen will. Doch der TuS blieb vieles schuldig, vor allem in der ersten Halbzeit. Spielertrainer Lammert ließ in gewohnter Startformation spielen. Die einzige Änderung betraf die linke Verteidigerposition. Lars Kirchhoff fiel kurzfristig verletzungsbedingt aus. Für ihn rückte Wilhelm Lödige in die Viererkette und Jonas Schoepke füllte die vakante Position vor den defensiven Kannenberg Brüdern aus. Der Spielplan des Schwarz-Weißen war im Vorfeld klar formuliert. Man wollte den Gegner bereits in seiner Hälfte unter Druck setzen...

Doch von Beginn an ging dieser Plan nicht auf. Der Gegner zwang die Lammert Kicker weit in die eigene Hälfte und setzte den ballführenden Spieler sofort unter Druck. Mit der Defensive beschäftigt, fand der TuS offensiv über weite Teil der ersten Hälfte nicht statt. Mitte der ersten Hälfte bekam der TuS das Spiel etwas besser in den Griff, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. Rechtsaußen Kevin Jacoby setzte immer wieder zum Sprint an, fand allerdings selten Abnehmer für seine Flanken im Zentrum. Der Gegner hingegen nutzte den großen Platz in Albaxen und erarbeitete sich die eine oder andere Großchance. Bis zur 44. Minute ließen sie diese jedoch aus und beinah hätte der TuS es geschafft mit einem blauen Auge in die Halbzeit zu kommen. Doch kurz vor dem Pausenpfiff klingelte es im Kasten von Marcel Mogge. Ärgerlich war vor allem die Entstehung des Tores, denn der Ball hätte im Vorfeld mehrere Male geklärt werden können, allerdings nahm sich niemand ein Herz und drosch den Ball weg. So schnappte sich ein Albaxer den Ball und schlenzte etwas glücklich ins lange Eck. Mit viel Wut über das Gezeigte, oder eher nicht Gezeigte, ging es in die Halbzeit.

 

In Hälfte zwei zeigte der TuS ein anderes, besseres Gesicht. Endlich stand man hoch und verlagerte das Spiel in des Gegners Hälfte. Gleichzeitigt machte man das Spielfeld derart klein, dass der Gegner sich nur noch mit langen, klärenden Bällen zu helfen wusste, die allesamt beim TuS landeten. Über weite Strecken der zweiten Hälfte kontrollierte der TuS das Spielgeschehen, der Gegner blieb über Kontor allerdings immer gefährlich. Die Spielkontrolle mündete zunächst erneut nicht in klaren Torchancen doch der TuS investierte viel und sollte in der 90. Minute belohnt werden. Ein langer Ball von Eike Kannenberg fand den Kapitän der Schwarz-Weißen der trocken einnetzte. Die Freude war groß, doch noch war das Spiel nicht vorbei. Der Schiedsrichter kündigte eine dreiminütige Nachspielzeit an, in der der TuS nicht wusste was er wollte. Sollte man nochmal auf Sieg spielen oder hinten dichtmachen? Diese Unklarheit führte zu großen Lücken, das Mittelfeld war aufgerückt, die Defensive stand tief. In dieser Phase wurden die gegnerischen Mittelfeldspieler nicht konsequent genug unter Druck gesetzt und so fand ein Ball den Außenstürmer zwischen Strafraum und Eckfahne. Dieser setzte sich gegen drei Godelheimer durch und flankte den Ball in den Strafraum wo ein Albaxer unbedrängt einschieben konnte. In der Folge versuchten die Nethekicker nochmal gefährlich vors Tor zu kommen, schafften es aber nicht. So verlor der TuS in einem insgesamt schlechteren Spiel und verpasst es so einen wichtigen Punkt mit an die Nethe zu nehmen. Zudem sah Jerry Konneh nach Abpfiff die Rote Karte und verschärft somit die dünne Personallage in der Offensive.

In den kommenden Wochen reisen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel ins Brunsbergstadion, angefangen mit Amelunxen am kommenden Sonntag. Die Mannschaft setzt dann wieder auf seine Fans und will es im Derby wieder wissen.

In diesem Sinne bleibt Schwarz-Weiß.


TuS siegt im Abstiegskracher

TuS Godleheim   3 : 1   SV 30 Berheim

Am heutigen Sonntag empfing der TuS im heimischen Brunsbergstadion den Tabellenletzten der Kreisliga B Nord aus Bergheim. Nach der verdienten Niederlage in der vergangenen Woche, stand das nächste wichtige Spiel auf dem Plan. Die Ausgangslage war klar. Gewinnt man, hält man Bergheim auf Distanz und baut den Vorsprung auf 10 Punkte aus, verliert man verringert sich der Vorsprung auf nur noch 4 Punkte. Ein wahres 6 Punkte Spiel…

Im Vergleich zur letzten Woche konnte Spielertrainer Lammert wieder auf einige „Osterurlauber“ zurückgreifen und auch der vielversprechende Neuzugang Kevin Jacoby ist gegen den SV Bergheim spielberechtigt. Während Eike Kannenberg unerwartet doch zur Verfügung stand und die am vergangenen Montag zugezogene Verletzung unter der Woche gut weggesteckt hatte, stand Topstürmer Markus Groppe seiner Mannschaft nicht zur Verfügung. Wann er wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen kann wird die Zeit zeigen. Für Groppe rückte Steffen Tewes in die Startelf und durch die Abwesenheit von Jonas Schoepke kam Kevin Jacoby zu seinem Startelfdebüt im schwarz-weißen Trikot. Das ihm, von Lammert geschenkte Vertrauen, zahlte der schnelle Außenspieler schnell zurück und löste seine Aufgabe im rechten Mittelfeld mit Bravour. Die Vorzeichen standen vor dem Spiel demnach wesentlich besser als noch in der Vorwoche und dennoch wusste man, dass der Gegner einem alles abverlangen würde. Unter der Woche mussten die Bergheimer bereits in Drenke ran und verloren denkbar knapp mit 1:2. Aus dem Hinspiel wusste man auch, dass die Mannschaft individuell nicht schlecht besetzt ist. Lammert warnte seine Spieler daher eindringlich das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Taktikfuchs Lammert hatte sich für das Spiel etwas Besonderes überlegt und agierte aus einem kompakten 4-2-3-1 mit Wilhelm Lödige als Abräumer vor den beiden defensiveren Kannenberg Brüdern.

Der Auftakt war zunächst wenig verheißungsvoll. Die schwarz-weißen fanden schlecht ins Spiel und waren mit Defensivarbeit beschäftigt. Der Gegner agierte auf einem tiefen Platz oft mit langen Bällen auf die beiden Stürmer, die Potthast und Elsner in der Innenverteidigung anfangs in das eine oder andere unnötige Laufduell zwangen. Bei der ersten Standardsituation war Marcel Mogge da und hielt mit seinen Reflexen die 0. Eine ganz wichtige Aktion des Godelheimer Schlussmann! Mit zunehmender Spieldauer kontrollierte die Mannschaft um Kapitän Daniel Kannenberg das Spiel besser und begann Fußball zu spielen. Die konstant hohe Trainingsbeteiligung der letzten Wochen zeigte ihre Wirkung und Trainingsinhalte fanden ihren Weg ins Spiel. Doch zunächst gab es ein Zufallstor. Eike Kannenberg schlug einen seiner zahlreichen gefährlichen langen Bälle in den Strafraum und fand dort mit Wilhelm Lödige einen Abnehmer. Halb Kopf, halb Rücke und der Ball war im Netz! (14.) Beim zweiten und dritten Tor spiegelten sich jedoch dann Trainingsinhalte direkt wieder. Zunächst wurde ein Angriffsspielzug, wieder eingeleitet von Mittelfeldstratege Eike Kannenberg, genau wie im Training umgesetzt. Kannenberg mit einem tollen Ball auf Kevin Jacoby. Dieser brachte den Ball in die „Box“ und fand mit Steffen Tewes einen dankbaren Abnehmer. Überlegen netzte Tewes zum 2:0 ein. (18.) Jacoby stand auch beim 3:0 im Mittelpunkt des Geschehens. Er brachte eine am Freitag einstudierte Ecke mustergültig auf den Kopf von Konneh, der zum 3:0 traf. In der Folge schaltete der TuS zwei Gänge zurück und brachte den Gegner so zurück ins Spiel. Die eine oder andere Nachlässigkeit schlich sich in den Defensivverbund ein und folglich kassierte der TuS das 3:1. Ein Ball wurde von Christian Elsner unhaltbar für Marcel Mogge abgefälscht. Mit 3:1 ging es in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit war geprägt von Kampf und Einsatz. Der TuS hielt den Gegner weitestgehend vom eigenen Tor weg, kam aber auch nicht mehr zu nennenswerten Torchancen. So brachte der TuS das Spiel über die Zeit und feierte nach Schlusspfiff die drei Punkte. Kapitän Kannenberg beschwor vor dem Spiel den Mannschaftsgeist der Schwarz-Weißen und das Spiel zeigt, dass die Mannschaft über die lange Winterpause hinweg weiter zusammengewachsen ist, jeder für den anderen spielt und Fehler menschlich sind. Insgesamt war es an diesem Sonntag eine geschlossene Mannschaftsleistung die Lust auf mehr macht. Die Nethekicker bestätigen den anhaltenden Aufwärtstrend und bestechen durch einen unvergleichlichen Teamgeist. Der Kapitän brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir haben gewonnen, weil wir geile Typen sind.“

 

In diesem Sinn bleibt Schwarz-Weiß!


SV Fürstenau/Bödexen 4:1 TuS Godelheim

Vor dem Spiel rechnete man sich schon etwas auf Seiten der Schwarz-Weißen aus. Nach den zuletzt guten Auftritten der Mannschaft wollte man diese Leistung gegen die kampfstarken Spieler aus Fü/Bö bestätigen. Zudem fiel mit Jonas Meier der gefährlichste Stürmer des Gegners aus und die Truppe von Trainer Karlsdorf musste 2 Tage zuvor schon ran. Doch auch der TuS trat ersatzgeschwächt an. Lediglich 12 Spieler traten die Reise ins Köterbergstadion an...

Von Beginn an war Sand im Getriebe des TuS. Der Gastgeber hatte das Spiel klar in der Hand und war läuferisch und spielerisch überlegen. Mit dem immer selben Muster erspielten sich die Blau-Weißen Chance um Chance. Aus dem Mittelfeld kam der Ball auf den starken Stürmer, der sich dann drehte oder direkt auf die Außenbahn spielte. Dabei sah der komplette Defensivverbund der Godelheimer ein ums andere Mal schlecht aus. Nach 15 Minuten führte ein solcher Angriff dann zum Gegentor. Zuspiel aus dem Mittelfeld, Stürmer dreht sich und wird nicht attackiert. Der Schuss war nicht unhaltbar, flog dennoch zum 0:1 ins Tor. (15.) In der Folge hätte der Gastgeber das Ergebnis noch erhöhen können, scheiterte aber zweimal knapp. Nach 30 Minuten änderte sich der Spielverlauf völlig. Mit dem ersten ordentlichen Angriff kam die Mannschaft in Schwarz-Weiß urplötzlich zum Ausgleich. Eine tolle Kombination ausgehend von Thorsten Lammert und Wilhelm Lödige endete bei Markus Groppe. Der ließ dem Keeper freistehend keine Chance und verwandelte zum 1:1. (30.) Plötzlich war der TuS im Spiel angekommen. Die Zweikämpfe wurden angenommen und die Umstellung der Innenverteidiger brachte eine stabilere Defensive. In der Offensive griff der TuS zu einfachen Mitteln. Eike Kannenberg ließ sich mehrfach zwischen die Verteidiger fallen um mit langen Bällen auf Groppe für Gefahr zu sorgen. Daraus resultierten zwei gute Chancen. Doch bis zur Pause fiel kein Tor mehr und so ging es mit dem Remis für den TuS in die Pause.

 

Die Motivation aus der Halbzeitpause verpuffte nach nur wenigen Sekunden. Nach einer völlig unnötigen Ecke lag der Ball wieder im Tor des TuS Godelheim. Schlussmann Marcel Mogge griff daneben und der Ball fiel im Getümmel ins Tor hinein. Den Ball muss er natürlich haben, doch die Entstehung war absolut vermeidbar. Noch vor der Partie warnte Lammert vor unnötigen Standards, die beim TuS immer für Gefahr sorgen. Anstatt den Ball durch die Kette zu spielen, versuchte Elsner den Ball aus schlechter Position an den Sechser zu übergeben. Dabei war auch die schlechte Staffelung der Verteidiger ein Grund der Fehlerkette. Am Ende stand das 1:2 (47.). Rückblickend der Genickbruch für die Godelheimer. Anschließend kam es noch knüppeldick für die Schwarz-Weißen. Nach einem Zweikampf blieb Eike Kannenberg schreiend am Boden liegen. Er hielt sich das Knie und man befürchtete das Schlimmste. Wie schwer die Verletzung ist und wie lange der Mittelfeldstratege ausfällt wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Da Niemand mehr eingewechselt werden konnte, spielte der TuS nun auch noch in Unterzahl. Das Spiel war gelaufen und der SV Fürstenau/Bödexen ließ den Ball clever laufen. In den verbleibenden 40 Minuten erzielten die Hausherren zwei weitere Treffer. Dies war nach der erneuten Verletzungsserie der Godelheimer aber das geringste Problem.   

 

"Völlig verdient verloren, aber leider auch einen wichtigen Spieler mit Knieverletzungen raus. Das war heute gar nix und einfach nur ärgerlich“, schilderte Trainer Thorsten Lammert das Spiel gegen den SV Fürstenau/Bödexen. Nun heißt es Wunden lecken und sich von diesem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Dafür waren die letzten Wochen zu vielversprechend. Die Mannschaft konnte selbst unter der Woche mit einer zweistelligen Trainingsbeteiligung optimal arbeiten und hatte dabei viel Spaß. So muss es weitergehen und dann wird es gegen den SV 30 Bergheim auch mit den Punkten wieder klappen. Ganz nach dem Motto: Alles für den TuS!


#TuS2015 - Das Jahr in Bildern




TuS 2015

Das Jahr 2015 neigt sich allmählich dem Ende zu. Zeit für uns auf die vergangenen 365 Tage zurückzublicken. 365 Tage voller Leidenschaft, 365 Tage voller Emotionen, 365 Tage voller Höhen und Tiefen, 365 Tage Schwarz und Weiß!

2015 begann mit einer kräftigen Katerstimmung. Doch nicht solch einer „Guten“ wie nach einer grandiosen Silvesterparty, nicht solch einer wo man aufwacht sich mit seinen Freunden trifft und bei einem Fastfood-Restaurant den Abend Revue passieren lässt. Es war eher wie nach einem Blackout wo man sich fragt: „Was ist da passiert?“

Aus der Hinrunde nahm man eine Hypothek von 4 Punkten auf den FC Stahle II mit. 4 Punkte die den TuS von dem großen Ziel Wiederaufstieg trennten und es, nach der starken Hinserie der Stahler Reserve, schon fast aussichtlos erschienen ließ. Zudem war plötzlich der Mann für die Homepage weg. Eike Kannenberg gab seinen Abschied auf der Weihnachtfeier bekannt und ging in Richtung Brenkhausen/Bosseborn. Doch anstatt den Kopf in den Sand, entschuldigt, Schnee zu stecken packte man die Herausforderungen an. Es bildete sich eine Gruppe von Spielern, die die fälligen Aufgaben an Homepage und Facebook übernahmen. Sportlich arbeitete die Mannschaft weiter und bereitete sich bestmöglich auf die Rückrunde vor. Ein großartiger Schritt war die Einführung der Stadionzeitung „Brunsbergstadion“. Mit der Rückrunde konnten die Zuschauer vor jedem Heimspiel des TuS Godelheim auf 12 Seiten sich auf das Spiel einstimmen und alles rund um die Mannschaft erfahren.

Schon fast Tradition war dann die durchwachsende Vorbereitung auf die Rückrunde. Nichts desto trotz war die Mannschaft auf den Punkt da. Denn im ersten Rückrundenspiel holte man sich mit einem deutlichen 4:0 Erfolg den Derbysieg in Ottbergen. Damit begann eine Serie von 5 Siegen in Folge. Bis zum direkten Aufeinandertreffen ließ der FC Stahle II wiederum Punkte liegen und so wurde das Spiel am 10. Mai zum echten „Do-or-Die“-Spiel für die Mannschaft von Trainer Lammert. Nach 90 Minuten hartem Kampf musste man sich aber mit 2:3 geschlagen geben und eigentlich war der Traum vom Aufstieg endgültig geplatzt. Doch durch einen Regelverstoß im Einsatz von Spielern gewann der TuS das Spiel am Grünen Tisch. Was für eine Wendung im Aufstiegskampf und somit ein echter Eckpfeiler 2015!

In der Folge hielt die Siegesserie an. Aber am drittletzten Spieltag gab es noch einen Stolperstein auf dem Weg zum Wiederaufstieg zu bewältigen. Die Mannschaft musste beim TuS Lüchtringen II ran. Eine unangenehm zuspielende Truppe, die alles daran setzte den TuS vom Aufstieg abzuhalten. Von Anfang an lief die Partie gegen Godelheim und nach 20 Minuten musste sogar Kapitän Daniel Kannenberg vom Platz. Nach einem starken Tackling, für das ein Philipp Lahm von tausenden Fans bejubelt wird, wurde Kannenberg des Feldes verwiesen. Doch die Mannschaft zeigte an diesem Tag ihr wahres Gesicht. Eine Mannschaft die man nie abschreiben sollte, eine Mannschaft die bis zum Umfallen kämpfen kann, eine Mannschaft in der jeder für den Anderen alles gibt und alle alles für die Farben Schwarz-Weiß! Man besiegte Lüchtringen trotz Unterzahl mit 3:2. Der zweite Eckpfeiler 2015!

Danach gab sich der TuS Godelheim keine Blöße mehr, gewann beide ausstehenden Partien souverän und machte den Wiederaufstieg mit einer Serie von 12(!) Siegen am Stück perfekt. Eine absolut einzigartige Aufstiegsfeier war das Highlight. An-und Abreise im Mannschaftsbus, Spalierstehen der Fans am Brunsbergstadion und einer anschließenden Feier mit Livemusik von Sebastian Hegener und einer Humba Täterä so laut, dass man sie in Ottbergen hörte. Bis tief in die Nacht wurde ausgelassen mit allen Fans gefeiert! Aus dem Blackout wurde eine „gute“ Katerstimmung. Das Highlight 2015!

In der diesjährigen sehr kurzen Sommerpause tat sich Einiges beim TuS Godelheim. Mit Johannes Urlacher (TuS Lüchtringen) und Simon Kirchhoff (TuS Erkeln) verließen zwei wichtige Spieler den Verein. Eike Kannenberg kehrte zurück an die Nethe. Zudem durfte mit Michel Nowinski, ein Godelheimer Eigengewächs, endlich zum Zuge kommen. Jasper de Wit war nach einem halben Jahr Unregelmäßigkeit wieder fester Bestandteil und machte die Pace bei Laufeinheiten. Mit Marco Niewiera (Studium) und Rafael Gerdemann (Umzug) standen zwei weitere Säulen der Mannschaft nicht mehr regelmäßig zur Verfügung. Hinzukam, dass einige Spieler nun im Übergang von Studium ins Berufsleben standen und daher die Trainingsbeteiligung darunter litt. Eine neue Aufgabe die es zu bewältigen gab. Zusätzlich wurde das Lazarett immer größer. Somit kamen immer neue Probleme hinzu, anstatt dass es weniger wurden. Kurz vor Toresschluss konnte man mit Jonas Schoepke und Elvis Schlegl zwei talentierte Spieler zum TuS lotsen, die den Kader nochmals verstärkten. Mit Marcel Mogge fand man die neue Nummer Eins zwischen den Pfosten. Nach zwei Jahren Pause schuftete Mogge in vielen Zusatzeinheiten an seinem Comeback und beerbte am 3. Spieltag Marco Niewiera. Auch die Stadionzeitung bekam ein neues Gesicht. Ab August hieß diese nun „Schwarz auf Weiß“, wartete mit neuem Design und neuen Inhalten. Größte Neuerung war wohl die Kategorie „12. Mann“, in der in jedem Heimspiel ein Fan vorgestellt wird. Zudem durften sich die Spieler über zwei neue Trikotsätze freuen. Diese wurden von unserem Premium Partner „SwissLife Select“ gesponsert. Großer Dank gilt hierbei Stefan Reitemeyer und Patrick Kellner.

 

In die Saison startete der TuS Godelheim mit einem, am Ende, ärgerlichen Remis. Gegen die SpVg 20 Brakel II kassierte man erst in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. Doch nur wenige Tage später war man in der B-Liga angekommen. Man kämpfte die hochgehandelte Mannschaft aus Alhausen/Pömbsen/Reelsen in der Fremde mit 2:1 nieder und feierte den ersten Sieg in der B-Liga Nord, trotz einer kuriosen Situation die für den Rückstand sorgte. Marco Niewiera hielt den Ball nach Ansicht des Schiedsrichters länger als 6 Sekunden in den Händen. Die Folge war ein indirekter Freistoß im Strafraum und das Gegentor. Diese Regel schlug Ende November selbst im Spitzenfußball hohe Wellen. Der Pay-TV-Sender Sky nahm einen Vorfall, bei dem der Liverpooler Keeper den Ball ganze 22 Sekunden in der Hand hielt, zum Anlass die Einhaltung dieser Regel in der Bundesliga zu untersuchen und maß am 14. Spieltag, wie lange die 18 Bundesliga-Keeper den Ball mit der Hand kontrollieren. Das Ergebnis zeigte eine deutliche Missachtung oder Nichtumsetzung der Regel. In 50% aller 121 gemessenen Aktionen hielt der Schlussmann den Ball länger als die erlaubten 6 Sekunden. Bekanntlich achtet der Kreisligafußball auf solche Dinge mehr, siehe falsche Einwürfe. Ganz nach dem Motto „Unsere Amateure echte Profis.“ Trotzdem konnte der frühe und kuriose Rückstand den TuS nicht stoppen. Die Lammert-Elf kämpfte sich in die Partie und zeigte einmal mehr was in ihr steckt – Kampf, Wille, Leidenschaft! Der dritte Eckpfeiler 2015 und sicherlich in jedem DFB Schiedsrichterleergang ein Paradebeispiel ;)

 

Es folgte der zweite Sieg gegen den Abstiegskandidaten Nummer Eins SV Brenkhausen/Bosseborn II. Dennoch war es ein hartes Stück Arbeitet. Mit Jens Bierbüsse und Daniel Kannenberg standen zwei extrem starke Kopfballspieler auf dem Feld, die sich keinen Zentimeter Lufthoheit schenkten. So war es erst Bierbüsse, der per Kopf ins eigene Tor traf, um wenig später den Ausgleich zu erzielen. Wie kann es anders sein als mit dem Kopf. Doch den entscheidenden Kopfball gewann unser Captain für sich und drückte den Ball in der Nachspielzeit über die Linie zum 3:2 Sieg! Am 4. Spieltag gab es ein weiteres Highlight. Der TuS präsentierte die Endsumme von „Jedes Tor Zählt“ Eine Saison lang hatten 20 Unternehmen und zwei Privatpersonen für die Tore der Lammert-Elf gespendet. In den 26 Spielen der Saison 14/15 schoss der TuS unglaubliche 148(!) Tore. Diese Tore bedeuteten natürlich den Aufstieg, doch auch so viel mehr als nur den sportlichen Erfolg. Die Presse und einige Gäste hatten sich im Brunsbergstadion versammelt und der TuS Godelheim konnte die Spendensumme von 3.896€ an die Vertreter der DKMS und der Aktion Lichtblicke übergeben. Ein wahnsinniger Erfolg und ein starkes Zeichen des TuS Godelheim auch seine soziale Verpflichtung wahrzunehmen!

 

Sportlich begann an diesem Spieltag die lange Talfahrt des TuS Godelheim. Mit 1:4 unterlag man einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. In den folgenden Wochen ging der TuS auf dem Zahnfleisch. Es fehlten bis zu 10(!) Spieler. Darunter wichtige Leistungsträger wie Markus Groppe und Daniel Kannenberg. Die Mannschaft verlor bis auf ein Remis gegen den SV Fürstenau/Bödexen 8 Spiele am Stück. Gegen Amelunxen (0:8), Drenke (0:7) und Steinheim (0:6) kam man deutlich unter die Räder. 368 Minuten blieb man ohne eigenes Tor. Die zahlreichen Verletzten waren noch nicht wieder einsatzbereit. Eine starke Krise hatte den TuS im Herbst eingeholt. Der Teamgeist wurde unter eine harte Probe gestellt. Die Stimmung war ganz unten angekommen. Das war sicherlich der Tiefpunkt 2015!

 

Doch es gab eine Person die immer an die Mannschaft glaubte. Erst nur ein Fan, dann die Ein-Mann-Ultragruppierung des TuS, nun fester Teil der Mannschaft und bei den Trainingseinheiten immer dabei – Leon Prachtel. Seitdem der SC Paderborn 07, seine zweite Liebe, im Sommer den Gang zurück in die Zweitklassigkeit antreten musste, ist Leon erste Klasse! Mit Schal und Fahne stand der Godelheimer am Spielfeldrand und peitschte seine Farben nach vorne. Er blieb immer optimistisch und gab den TuS zu keinem Zeitpunkt einer Partie auf. Er hatte großen Anteil daran, dass die Mannschaft die Krise meisterte. Denn im November warteten dann die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf - SV Bredenborn, SV Nieheim/West, SpVg 20 Brakel IIund SV Brenkhausen/Bosseborn II. Mit Markus Groppe und Daniel Kannenberg kehrten zwei Spieler zurück in den Kader. Eike Kannenberg war nach Knieverletzung zum ersten Mal in dieser Spielzeit einsatzfähig und spielberechtigt. Genau zum richtigen Zeitpunkt kamen somit 3 wichtige Spieler zurück auf den Platz. Im Spiel gegen den SV Bredenborn dauerte es nur wenige Sekunden bis man wieder in die Erfolgsspur zurückkam. Denn Groppe traf nach nur 20 Sekunden zum 1:0 Siegtreffer. Die restlichen 89 Minuten kämpfte man leidenschaftlich und hatte mit dem Schlusspfiff das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite, als der Strafelfmeter an den Pfosten ging. Ein riesiger Befreiungsschlag für die Truppe. Zwei Spiele fielen dem Wetter zum Opfer, sodass das Spiel gegen Brakel II das letzte im Jahr 2015 war. Mit einer genauso leidenschaftlichen und kämpferischen Einstellung wie gegen SV Bredenborn schlug man den Vorletzten mit 3:0 vor heimischer Kulisse. Nach all den Rückschlägen und hohen Niederlagen zeigte die Mannschaft in Spielen gegen die direkte Konkurrenz, dass man B-Liga tauglich ist und sehr wohl mithalten kann. Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung kämpfte man zwei Gegner nieder. Natürlich auch immer mit dem nötigen Glück was nicht vergessen werden darf. Ein versöhnlicher Abschluss nach dem grauen Herbst und somit der vierte Eckpfeiler 2015!

 

Im Dezember kurz vor Weihnachten blieb nur noch eines übrig – Die Weihnachtsfeier! Mit den beiden Siegen im Gepäck blickten die Verantwortlichen auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Danach wurde bei Lödiges in der Deele gefeiert bis zum Umfallen. Die Neuzugänge bewiesen ihr musikalisches Talent beim traditionellen Neuzugang-Weihnachtssingen. Allen voran Jasper de Wit mit seiner Perfomance von „Silent Night“ bewarb sich für „The Voice of Godelheim“  

 

Das Jahr 2015 hatte 52 Sonntage, einen Großteil dieser freien Tage verbrachten die Spieler des TuS, wie auch unzählige andere Amateurspieler, nicht Zuhause bei der Familie, sondern auf dem Fußballplatz. Das ist absolute Liebe, das ist pure Leidenschaft. Auf das kommende Jahr kann man gespannt sein. Die Langzeitverletzten kommen zurück und bringen einen unglaublichen Hunger auf Erfolg mit. Ab dem 29. Januar heißt es dann wieder

 

Kampf . Wille . Leidenschaft - Alles für den TuS!

 

 

 

 

Der TuS Godelheim möchte an dieser Stelle allen Fans, Mitgliedern und Sponsoren für dieses erfolgreiche Jahr 2015 und die tolle Unterstützung danken. Ein großer Dank geht auch an die Unternehmen der Spendenaktion „Jedes Tor Zählt“ ohne die das Projekt nicht solch ein riesen Erfolg geworden wäre. Außerdem an Stefan Reitemeyer, den größten Fan und Unterstützer der Spieler. Silja Kannenberg, die im Hintergrund für tolle Bilder und Designs sorgt. Familie Lödige, die jetzt zum dritte Mal in Folge der Mannschaft eine hervorragende Lokation für die Weihnachtsfeier zur Verfügung stellte. Und ein letzter Dank an die Spielerfrauen, die wie im gleichnamigen Filmklassiker „Jeden verdammten Sonntag“ am Spielfeldrand standen, die Mannschaft unterstützten und die Emotionen bei Sieg und Niederlage aushielten.

 

Vielen Dank und einen  guten Rutsch ins neue Jahr!

 


Der TuS Godelheim wünscht allen Mitgliedern, Fans und Fußballverrückten frohe Weihnachten!


SV Bredenborn   0 : 1   TuS Godelheim

Die letzten Wochen waren nicht einfach für Alle die, die es mit den Schwarz-Weißen halten. Es hagelte eine Niederlage nach der anderen, zumal diese ohne eigene Tore auch noch sehr deutlich ausfielen. Nun war man beim SV Bredenborn zu Gast. Thorsten Lammert machte deutlich, dass die Zeit der Ausreden und Alibis vorbei ist. Bis zur Winterpause spielt man gegen direkte Konkurrenten und dort will man punkten. Der Kader ist nahezu komplett, da mit Markus Groppe und Eike Kannenberg die Langzeitverletzten wieder fit sind und auch Steffen Tewes wieder zur Verfügung steht. Den Anfang wollte der TuS beim SV Bredenborn machen und kam optimal in die Partie hinein…

368 Minuten hatte der TuS nicht mehr ins gegnerische Tor getroffen, solange wie noch nie. Gestern brauchte man nur wenige Sekunden. Kurz nach dem Anstoß spielte Eike Kannenberg einen Ball auf Markus Groppe, der diesen hervorragend abschirmte und die Kugel ins lange Eck schoss. 1:0! (1.) Ein perfekter Start, der aber nicht Wegweiser für die restlichen 89 Minuten war. Denn danach legte der Gastgeber aus Bredenborn los. Mit guten Kombinationen spielte man das Mittelfeld des TuS fast schwindelig und kreierte eine Chance nach der anderen. Doch spätestens ab 20 Metern vor dem Tor gelang den Hausherren nichts mehr. Die Flanken gingen reihenweise ins Toraus, Torschüsse flogen allesamt 5 Meter über und neben den Kasten. So hatte der SV Bredenborn das Spiel zwar klar in der Hand, die Führung hatte aber der TuS Godelheim. Nach 15 Minuten reagierte Trainer Lammert und baute das Mittelfeld etwas um. Von da an spielten die Schwarz-Weißen mit einer Doppelsechs was für mehr defensive Stabilität sorgte, aber lange nicht mehr Spielanteile verschaffte. Es spielte eigentlich nur eine Mannschaft und das war der SV Bredenborn. Kurz vor der Halbzeit hatte der Gegner dann nach einem Freistoß seine gefährlichste Chance. Doch der bärenstarke Marcel Mogge parierte den schwierigen Ball.

 

In Halbzeit Zwei wollten die Nethekicker für mehr Entlastung sorgen, dies gelang aber nicht. Bredenborn brauchte zwar nach Wiederanpfiff einige Minuten um die komplette Überlegenheit wiederzuerlangen, aber dann war es der Einbahnstraßenfußball aus Halbzeit Eins. Spieler und Trainer merkten, dass sich daran nichts mehr ändern würde und rührten Beton an. Allen voran die Viererkette mit Özdemir, Elsner, Potthast und Lödige machte einen exzellenten Job. Im Mittelfeld kam man nicht wirklich in die Zweikämpfe, sodass Angriff um Angriff auf die Defensive einschlug. Doch die Defensive blieb standhaft. Bis auf zwei brenzlige Situationen hatte Bredenborn keine richtig gefährlichen Chancen. Wenn doch mal etwas durchkam war Marcel Mogge zur Stelle. Nun ging es in die entscheidende Phase. Godelheim verbarrikadierte den eigenen Strafraum und schlug die Bälle nur lang auf Thorsten Lammert. Dieser hatte kurz vor Ende die große Chance auf das 2:0. Sein Lupfer über den Torwart verfehlte jedoch den Kasten. So blieb es weiterhin spannend. Es lief die 94. Minute, bald war Schluss, doch dann ein Pfiff. Nach einem Foul von Dustin Potthast zeigte die Schiedsrichterin auf den Punkt. Nicht eindeutig zu klären ob das Foul wirklich im Strafraum begangen wurde, doch Diskussionen darüber waren überflüssig. Es gab Elfmeter und damit die riesen Gelegenheit auf den Ausgleich. Das 1:1 wäre absolut verdient gewesen für den Gegner, dennoch bitter für den TuS. Der Bredenborner lief an und schoss. Mogge ahnte die Ecke, musste aber gar nicht eingreifen, PFOSTEN!!! Direkt danach war Schluss und beim TuS entbrannte großer Jubel. Alle lagen sich glücklich in den Armen und man merkte welch ein Befreiungsschlag dieser Sieg war!

Der TuS gewann somit glücklich beim SV Bredenborn. Zum ersten Mal konnte die Lammert-Elf und in erster Linie Marcel Mogge die Null halten. Nach Spielanteilen hatte die Heimmannschaft den Sieg verdienter gehabt, aber die Spieler in Schwarz und Weiß kämpften bis zum Umfallen und retteten das 1:0 aus der 1(!) Minute über die gesamte Spielzeit. Dies gelang mit einer tollen kämpferischen Einstellung und einer konzentrierten Mannschaftsleistung. Am Ende hatte man natürlich riesiges Glück, welches man nicht oft im Tabellenkeller hat. Ein Lob an den Gegner, der sich zu jedem Zeitpunkt absolut fair verhalten hat. Fußballerisch sehr stark, haperte es an der letzten Konsequenz im Abschluss. Doch sollten die Bredenborner weiter diesen Weg bestreiten, werden sie sich auch bald wieder belohnen. Es war ein tolles Spiel, gegen einen tollen Gegner und der TuS freut sich schon auf das Rückspiel!

 


SV Steinheim   6 : 0   TuS Godelheim

Am vergangenen Sonntag reiste ein erneut ersatzgeschwächter TuS zum Liga Primus nach Steinheim. Am Ende kassiert der TuS erneut 6 Gegentore und bleibt dabei ohne eigenen Treffer. Somit warten die Spieler rund um Trainer Lammert seit nunmehr 367 Minuten auf einen Torerfolg. Licht und Schatten lagen an diesem Tag nah beieinander, während die Mannschaft sich in der ersten Hälfte teuer verkaufte war die zweite Hälfte geprägt von Unkonzentriertheiten. Letztlich war die Niederlage nicht unverdient, doch insbesondere die ersten 55 Minuten machen Mut und lassen den TuS optimistischer in den Jahresendspurt starten.

„Die Zeit der Ausreden und Entschuldigungen ist vorbei. Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf und müssen uns endlich auch so präsentieren!“, so Trainer Lammert vor dem Spiel. Spieler und Trainer sind sich einig, dass auch wenn der TuS von einer Verletzungsserie geplagt ist die seinesgleichen sucht, dies nicht allein als Entschuldigung für die Ergebnisse der letzten Wochen geltend gemacht werden kann. Gegen den Tabellenführer aus Steinheim stand nun im Grunde das leichteste Spiel der Saison an. Keiner würde ernsthaft erwarten, dass der TuS in Steinheim Punkt holen würde und auch wenn der TuS dringend Punkte benötigt, müssen diese auf anderen Plätzen entführt werden. Vor diesem Hintergrund konnten die Schwarz-Weißen bei kühlem und leicht regnerischem Wetter frei aufspielen. Dennoch wollte man natürlich nicht als Kanonenfutter dienen und das Spiel nutzen um Wett- und Zweikampfstärke zu gewinnen. Dazu formierte sich der TuS in einem defensiven 4-1-4-1 mit dem Ziel die Räume in der eigenen Hälfte so eng wie möglich zu halten. Zur Freude des gesamten Vereins feierte Markus Groppe nach langer Verletzungspause sein Startelf Comeback. Der gelernte Stürmer fand sich dabei auf der ungewohnten Innenverteidiger Position wieder – wie sich herausstellen sollte eine taktische Meisterleistung des Trainers. Den Defensivverbund um Elsner und Miyanji komplettierte ein weiterer Rückkehrer. Timothy Davies kehrte nach 5-wöchiger Verletzungspause auf den Platz zurück. Kapitän Lödige, Schoepke und Elvis Schlegel bildeten das defensive Mittelfeld und trugen maßgeblich dazu bei, dass Schlussmann Mogge 44. Minuten lang die Null halten konnte. Es brauchte einen Freistoß aus zentraler Position an der Strafraumgrenze um die Nummer 1 im Tor der Schwarz-Weißen zu überwinden. Bis dahin verteidigten die Nethekicker konsequent und taktisch diszipliniert. Der abwechselnd rechts und links auftauchende Lukas Kukla bereitete der Abwehr des TuS zwar das ein oder andere Mal enorme Probleme doch alles in allem war das lange unentschieden nicht unverdient.


Der SV Steinheim kam wütend aus der Halbzeitpause. Für den Tabellenführer war die 1:0 Führung viel zu wenig und so versuchte der Gastgeber schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Es dauerte bis zur 54. Minute als ein Schuss aus der zweiten Reihe unhaltbar für Mogge abgefälscht wurde. Nur wenige Minuten darauf wurde Lödige im Strafraum aus kürzester Distanz angeschossen wobei der Ball die angelegte Hand berührte. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gastgeber sicher. Mit dem 3:0 war das Spiel für den TuS gelaufen, erfreulich aus Sicht der Nethekicker ist jedoch, dass der SV Steinheim zur 3:0 Führung zwei Standardsituationen benötigte. Auch wenn der TuS nach dem Rückstand nicht aufgemacht hat, ergaben sich nun mehr Räume für den Gastgeber, der jeden Fehler mit einem Tor bestrafte.

Am Ende verlor der TuS 6:0. Nach vorne ging an diesem Tag nicht viel, aber die Rückkehr von Groppe und die über weite Strecken gute Defensivleistung macht Hoffnung auf die kommenden Spiele. Die nächsten vier Spiele bestreitet der TuS allesamt gegen direkte Konkurrenten. Dies sind die Spiele in denen der TuS Punkten muss um etwas Abstand zwischen sich und die Abstiegsplätze zu bringen. Spielern und Trainer bleiben nun rund 10 Tage Vorbereitung auf das nächste Spiel, da am kommenden Sonntag feiertagsbedingt spielfrei ist.


Der TuS hofft im nächsten Spiel wieder auf die herausragende Unterstützung seiner Fans. Bis dahin bleibt Schwarz-Weiß!  


SV 23 Drenke   7 - 0   TuS Godelheim

Bei herrlichstem Sonnenschein und kühlen Temperaturen reiste ein erneut stark dezimierter TuS zur Mannschaft der Stunde – dem SV Drenke. Der Aufsteiger spielt bis dato eine überragende Hinserie und steht verdientermaßen, nach dem gestrigen Sieg, auf dem zweiten Tabellenplatz. 

 

Mit 14 Spielern, aber ohne 8 Stammkräfte waren die Mannen des TuS zu Gast in Drenke. Im Vergleich zur Vorwoche veränderte Trainer Lammert seine Startelf nur auf der Rechtsverteidigerposition, wo Miyanji Stadermann ersetzte. Nach den Ergebnissen der vergangenen Wochen war der TuS klarer Außenseiter, wollte aber die positiven Eindrücke der unglücklichen Niederlage gegen Lütmarsen mit in dieses Spiel bringen und befreit aufspielen.

In der Halbzeit gab es eigentlich nicht viel zu besprechen. Dass man an diesem Tag nicht als Sieger den Platz verlassen war jedem klar, doch man dürfe „das Spiel nicht herschenken und müsse es dem Gegner trotzdem so schwer wie möglich machen“ so Kapitän Lödige. Die kämpferische Ansprache sollte ihre Wirkung zeigen. Auch wenn der TuS in Halbzeit zwei spielerisch keineswegs überzeugen konnte nahm man den Kampf an und zeigte nach der körperlosen ersten Halbzeit nun etwas mehr Einsatz und Kampfwillen. So schafften die Spieler es, das Ergebnis bis zur 70. Minute zu halten. Doch in den letzten 20  Minuten nahm das Spiel dann kuriose Gestalt an und man fing sich 4 weitere Treffer die allesamt Geschenke der Gäste waren. Letztendlich verlor man mit 7:0 und bleibt damit im 3 Spiel in Folge ohne eigenen Treffer bei 16 Gegentreffern.    

 

Konnte man in den letzten Wochen an dieser Stelle immer einen Absatz über die fehlende Einstellung der Spieler lesen so ist das dies nicht der Fall. Es ist nicht die Einstellung der Spieler die die Erfolgslosigkeit begründet, sondern derzeit ein Mix aus fehlendem Selbstvertrauen und der Anzahl an fehlenden Spieler. Mit anderen Worten: der TuS will, kann aber nicht. Derzeit reicht es einfach nicht zu mehr und die Krux ist nicht die Einstellung, sondern fußballerische Limitation. In der Vergangenheit hat der TuS und jeder Spieler gezeigt, dass er sehr wohl Fußballspielen kann und an diese Zeiten muss sich jeder erinnern um sich aus der negativen Abwärtsspirale zu befreien. Mentale Stärke ist aber nicht alles! Die Sicherheit am Ball, Spielzüge und Selbstvertrauen ist nur durch regelmäßiges Training wiederzuerlangen. Doch die Trainingsbeteiligung beim TuS ist ein anderes Thema und bietet Stoff für einen eigenen Bericht.

 

Am kommenden Wochenende hat der TuS spielfrei und bereitet sich auf das Spiel gegen den Tabellenführer aus Steinheim die Woche drauf vor. Auch wenn die Spieler ihre Fans derzeit nicht fürs Mitkommen belohnen kann, freut und hofft die Mannschaft weiterhin auf die geniale Unterstützung.


Bleibt Schwarz-Weiß


TuS Godelheim   0 - 1   TuS Lütmarsen

Nach der Niederlage im Derby letzte Woche war die Stimmung am Boden. Mit 0:8 ging man im Derby gegen den TuS Amelunxen unter. Fast ohne Gegenwehr erlag der TuS seinem Schicksal. Das war auch Hauptthema der Mannschaftsansprache vor dem gestrigen Spiel. Trainer Thorsten Lammert forderte von seinen Spielern eine kämpferischere Einstellung als in den vergangenen Wochen. Die Spieler setzten diese Vorgabe sehr gut um, wurden aber nicht belohnt. Am Ende unterlag man dem TuS Lütmarsen knapp…

Der Spieltag begann mit einem Fototermin. Grund dafür war die Übergabe der neuen Heimtrikots. Von SwissLife Select kam Teamleiter Patrick Kellner ins Brunsbergstadion und übergab mit einem Mannschaftsfoto offiziell die Heimtrikots. Diese sind komplett in Weiß gehalten mit schwarzen Streifen an den Ärmeln. Dazu trägt der TuS schwarze Hosen und schwarze Stutzen. Danach ging es mit dem Spiel los. Der TuS Godelheim stand in einem klassischen 4-4-2 kompakt und ließ den Gast kommen. Auf dem kleinen Platz fiel den favorisierten Lütmarsern nichts ein. Die langen Bälle gingen ins Toraus oder wurden von Marcel Mogge abgefangen. Um sich durch zu kombinieren war schlichtweg kein Platz. Die Doppelsechs mit Schoepke und Schlegl verschob gut und war in den Zweikämpfen bissig. Die Innenverteidiger waren hellwach und fingen die langen Bälle ab. Über Außen schaffte es der TuS Lütmarsen auch nicht durchzukommen. Alle Spieler erfüllten konzentriert ihre Defensivaufgaben und schalteten erst danach auf Offensive. Dies führte zwar dazu, dass der TuS kaum zum Torabschluss kam, doch Hinten brannte nichts an. Einzig wenn die Abwehr auf Abseits spielte, wurde es zwei Mal brenzlig. Offensiv ging Mitte der ersten Halbzeit dann auch etwas. Erst setzte sich Jerry Konneh auf der Außenbahn durch und scheiterte mit einem Versuch im Strafraum abzulegen, danach köpfte Jörg Große-Kreul nur ganz knapp am Tor vorbei. Das hätte zwar den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt, aber so muss eine Mannschaft spielen, wenn man unten drin steckt. Zum Ende der ersten Halbzeit schwanden allmählich die Kräfte und der Gast aus Lütmarsen kam dem Tor immer näher. Grund dafür war, dass der TuS nach Klärungsversuchen nicht mehr konsequent den Ballführenden Spieler anlief. Dieser hatte oft zu viel Zeit, um gut getimte Bälle in den Strafraum zu spielen. Solch einen Ball gab es dann kurz vor dem Pausenpfiff. Plötzlich stand der Angreifer alleine vor dem Kasten, doch Mogge reagierte reflexartig und parierte den Kopfball. Eine starke Leistung!

In der zweiten Halbzeit ging es genau so weiter. Der TuS kämpfte um jeden Zentimeter und gab keinen Ball verloren. Ab der 60. Minute merkte man deutlich wie die Kräfte am Ende waren. Eine letzte Chance von Thorsten Lammert wurde wegen Abseits abgepfiffen. Danach war es nur noch eine Abwehrschlacht und man wollte das Remis verteidigen. Eine Viertelstunde vor Schluss passierte es dann doch, das 0:1. Wie unzählige Male zuvor rückte die Mannschaft nach einem abgewehrten Ball nicht schnell genug raus. Der Gegner konnte den Ball annehmen und unbedrängt flanken. Die Innenverteidigung rückte raus, der Rest aber nicht. So war im Zentrum ein riesiges Loch. Genau dort kam der Ball hin, den der Stürmer aus Lütmarsen aus kurzer Distanz ins Tor köpfte. 0:1! (75.) Nun warf der TuS alles nach Vorne und spielte teilweise 2 gegen 4 in der Abwehr. Doch alles Aufbäumen und Anrennen half nichts, der TuS verlor das Spiel mit 0:1.

 

Der TuS Lütmarsen ging als verdienter Sieger vom Platz. Sie hatten deutlich mehr vom Spiel. Godelheim hielt mit allem was er hatte dagegen und geht dennoch mit 0 Punkten aus der Partie. Sehr ärgerlich, da man in einer Situation nicht die richtige Abstimmung fand. Trotzdem eine Leistung auf die man aufbauen kann. Die Spieler mobilisierten alle Kräfte und machten es dem Gegner so schwierig wie möglich. Zum Remis hat nur ein wenig Glück gefehlt, welches man unten drin nicht hat. Die Mannschaft wird jetzt nicht aufgeben und weiter kämpfen. Irgendwann wird es auch wieder Zählbares geben. Vielleicht schon im nächsten Spiel. Da reist der TuS zum schweren Auswärtsspiel nach Drenke. Der Mitaufsteiger zeigte bisher eine beeindruckende Leistung und steht auf dem 4. Tabellenplatz. Im Spitzenspiel musste man sich dem SV Steinheim nur knapp mit 0:1 geschlagen geben. Doch auch in diesem Spiel wird die Lammert-Elf alles geben und versuchen das Bestmöglichste rauszuholen!

 


148 Tore gegen Blutkrebs und Not

Samstag, der 13.06.2015 kurz nach 15 Uhr entbrannte ein riesiger Jubel. Die Spieler des TuS Godelheim lagen sich in den Armen, die vielen mitgereisten Fans stürmten den Platz und feierten. Nach einem Jahr in der C-Liga stieg der TuS wieder in die B-Liga auf. Die Freude war grenzenlos. Mit 8:0 siegte man im letzten Spiel. 8 Tore, die den Aufstieg besiegelten. 8 Tore, die so viel mehr wert waren als nur sportlicher Erfolg…

Denn in der letzten Saison waren die Tore des TuS Godelheim Gold wert. Für jedes Tor, welches die Lammert-Elf erzielte, spendeten Unternehmen aus der Region Höxter Geld. Die Spenden gingen zugunsten der Aktion Lichtblicke e.V. und der DKMS. Mit 148 (!) Toren legte die Mannschaft eine ausgezeichnete Grundlage und die 20 Unternehmen und 2 Privatpersonen, die bei „Jedes Tor Zählt“ teilnahmen machten das Projekt zu einem riesigen Erfolg!

 

Am vergangenen Freitagabend trafen sich im Vorfeld des 4. Meisterschaftsspiels alle Beteiligten. Der TuS Godelheim lud die Spender, Vertreter der Aktion Lichtblicke e.V. und der DKMS und die Presse ein. In kleiner Runde wurde nochmals über das Projekt gesprochen, Erfahrungen ausgetauscht und die Spendensumme veröffentlicht.

 

!!! 3.896€ !!!

 

3896€ kamen zusammen. Diese Summe teilen sich beide Hilfsorganisationen. So gehen 1948€ an die Aktion Lichtblicke e.V., die damit Familien in Not helfen kann und 1948€ gehen an die DKMS, die damit 38 neue Registrierungen bezahlen kann und somit weiteren Blutkrebspatienten hilft. „Ich finde das sehr bemerkenswert, dass Sie sich alle auf ein Projekt mit ungewisser Spendensumme eingelassen haben. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken und finde, dass das einen großen Applaus verdient hat“ sagte Kannenberg. Im Anschluss gab es noch Pressefotos und das Spiel TuS Godelheim gegen die SG Aa Nethtetal/Bellersen/Bökendorf wurde sich bei Getränken und Stadionwurst angeschaut. Leider war es nicht der Tag des TuS und das Spiel ging verloren.

 

Der TuS Godelheim bedankt sich bei Herrn Christoph Eikenbusch (Aktion Lichtblicke e.V.) und Herrn Frank Potthast (DKMS) für Ihr Kommen und allen Spendern für Ihr tolles soziales Engagement. Ohne Sie wäre Jedes Tor Zählt nicht zu solch einem Erfolg geworden. Vielen Dank!

Auch in Zukunft wird der TuS Godelheim sein Potenzial im sozialen Bereich nutzen und mit der einen oder anderen Aktion Menschen in Not helfen. Schon mit den neuen Trikots, die nun bald eintreffen, setzt der TuS ein weiteres Zeichen!



Weitere Parodie aufgetaucht

Im Netz ist eine weitere Parodie aufgetaucht. Dieses Mal ist das Ziel der lustigen Montage TuS-Kapitän Daniel Kannenberg. Mit einem Schnappschuss beim Nethepokal gab Er die Vorlage für eine weitere Kollage. Natürlich möchte der TuS Godelheim nach der Miyanji-Parodie auch diese lustigen Bilder den Fans nicht vorenthalten und veröffentlicht hiermit die Kannenberg-Parodie.
Im Internet ist diese schon ein voller Erfolg! Wir sind gespannt wann das Internet den nächsten Spieler aufs Korn nimmt. Denn spätestens jetzt ist klar, die Spieler stehen unter ständiger Beobachtung ;)


Miyanji-Parodie macht Balotelli Konkurrenz

Beim ersten Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 15/16 kam es zu einem kuriosen Schnappschuss. Kim Miyanji versuchte sich gegen seinen Gegenspieler in Position zu bringen. Dabei entstand ein eigenartiges Foto.

Ähnlich wie beim Torjubel von Mario Balotelli im Halbfinale gegen Deutschland bei der Europameisterschaft 2012, scheint dieses Bild die Internetuser beeindruckt zu haben. Sie nahmen es als Basis für eine witzige Montage, die derzeit im Netz kursiert.

 

Aufgrund des regen Interesses an den Bildern, präsentiert der TuS nun die Parodie…